Rund 34 000 Euro investiert die Gemeinde Freudental in die Stromerzeugung: Das Betriebsgebäude der Freudentaler Kläranlage bekommt erstmals eine Photovoltaikanlage.
Bereits im Mai entschied sich der Gemeinderat für die Ausschreibung für den Bau der Photovoltaikanlage. Sieben Unternehmen wurden aufgefordert,  Angebote für die Anlage auf dem neuen Satteldach des Betriebsgebäudes abzugeben. Drei Angebote gingen zum Submissionstermin im Juni ein, die auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderats diskutiert wurden. Ausgeschrieben waren PV-Module mit einer Leistung von 0,31 Kilowatt-Peak, die die Anlage in den Spitzenzeiten erreichen kann. Das Angebot der Firma Gronover beinhaltete zwar mit 0,325 KWp eine höhere Leistungsfähigkeit, war aber mit rund 34 000 Euro auch teurer als die Konkurrenz. Die Mehrkosten seien nach drei Jahren amortisiert, errechnete die Verwaltung und bewertete dieses Angebot als das wirtschaftlichste.
Um viele Angebote zu bekommen, war in den Ausschreibungsunterlagen der Zeitpunkt der Ausführung großzügig gehalten: Bis Ende Dezember sollte die Anlage einsatzfähig sein. Zusammen mit den Ingenieurskosten kostet die PV-Anlage rund 38 800 Euro, und sie bleibt damit unter den im Haushalt angesetzten 40 000 Euro. Aufgrund des geplanten Eigenverbrauchs und den damit verbundenen steuerlichen Vorteilen wird die Anlage nicht vom Eigenbetriebszweig PV, sondern über der Abwasserbeseitigung bezahlt.
Besser noch zu warten, wie sich diese Technik entwickelt und dann zu investieren, war ein Vorschlag aus dem Gremium. Dies sei der Stand der Technik, stellte Bürgermeister Alexander Fleig zum Angebot fest, für das sich der Rat anschließend einstimmig entschied.
Das Dach werde gerade gebaut, nachdem das alte Flachdach undicht war und ersetzt werden musste, so der Rathauschef auf Anfrage der BZ. Aus statischen Gründen wäre auf einem weiteren Flachdach eine PV-Anlage nicht möglich gewesen, daher habe man sich für ein Satteldach entschieden. Um einen durchgängigen Ertrag zu erzielen, sei die Anlage in Ost-Richtung ausgerichtet. In den Sommerferien soll sie auf dem neuen Dach aufgebaut werden.