Aktuell kennen die Baupreise nur noch eine Richtung – die nach oben. Das machte Bürgermeister Roman Waizenegger in der Sitzung des Gemeinderats am Dienstagabend deutlich. Aus diesem Grund habe die Verwaltung das Gespräch mit der KE – Kommunalentwicklung GmbH – beziehungsweise mit deren Projektleiter Rudolf Hage gesucht. Um eine kostengünstige Möglichkeit für die weitere Erschließung des Neubaugebiets „Fronwiesen/Raubrühl“ auszuloten.
Am Dienstagabend legte Hage vor Ort dar, wie diese Möglichkeit aussehen könnte. Seinen Ausführungen voran stellte der Projektleiter die Überzeugung, dass, sollte die Erschließung des dritten Bauabschnitts jetzt neu ausgeschrieben werden, der kalkulierte Bauplatzpreis von 165 Euro pro Quadratmeter nicht zu halten sei. Sehr viel sinnvoller sei es deshalb, den dritten Bauabschnitt als Folgeauftrag an die schon tätige Firma Stumpp zu vergeben (auf der Grundlage des bestehenden Leistungsverzeichnisses). Zumal die Bauabschnitte 1 und 2.1. bereits im März/April fertiggestellt seien. So gut in der Zeit zu liegen, dafür habe das für die Baubranche sehr gute, weil trockene, Jahr 2018 gesorgt. Entwarnung gab der Bisinger Rathauschef, dass mit der zügigeren Erschließung des Neubaugebiets „Fronwiesen/Raubrühl“ keinesfalls ein Ausverkauf der begehrten Bauplätze einher gehe: „Es ist nicht daran gedacht, die Bauplätze dann gleich auf den Markt zu werfen. Sondern darum, gerüstet zu sein“, sagte Roman Waizenegger.
Das beruhigte den Freien Wähler Klaus Ertl. Schließlich bestehe im Gemeinderat „schon immer Konsens“ darüber, „unser Sahnestück“ nur in Tranchen zu verkaufen. In diesem Zusammenhang wollte Ertl wissen, wie viel Bedarf an Bauplätzen in Bisingen überhaupt besteht und wie viel Bauland noch verfügbar ist. Das konnte ihm der Bürgermeister aus dem Stand nicht sagen, er verwies jedoch auf eine Siedlungs- und Nutzungsstudie des Regionalverbands (außerhalb des Flächennutzungsplans), die Aufschluss darüber gebe, wo es noch freie Plätze zum Beispiel in Thanheim, Wessingen oder Zimmern gibt. Diese Studie sei eine gute Grundlage für die weitere Entwicklung der Gemeinde – mittel- und langfristig.
Gisela Birr, SPD, kam noch einmal zurück zum Zeitfenster. Wie Ertl pochte sie mit Nachdruck darauf, „langsam zu tun“ mit der Veräußerung der Bauplätze. Aus wirtschaftlicher Sicht befand sie Vergabe eines Folgeauftrags richtig. Das galt auch für den Rest des Gremiums.