Boris sagt, wie viel Boden kostet. Damit ist nicht der Tübinger Oberbürgermeister Palmer gemeint, sondern das Bodenrichtwertinformationssystem Baden-Württemberg, kurz Boris-BW. Es gibt Auskunft darüber, wie viel Euro pro Quadratmeter Grund im Land kosten. Der Service ist kostenlos, die Daten stammen von lokalen Gutachtern. Vom Jahr 2025 an bilden die Werte auch die Grundlage für die Berechnung der Grundsteuer. Wie viel sind Grundstücke in Bitz, Meßstetten, Winterlingen und Straßberg wert?

Bitz, Meßstetten, Winterlingen und Straßberg: Das sagt BORIS-BW

Für den Großteil der Wohnfläche in Bitz liegt der Bodenrichtwert pro Quadratmeter laut Boris-BW bei 70 Euro. Entlang der Olga- und der Kirchstraße sind es 75 Euro pro Quadratmeter. Etwas höher steigt der Preis bei der Yorkstraße und Pestalozzistraße sowie im Süden von Bitz. Dort liegt der Wert bei 85 Euro pro Quadratmeter. Am teuersten ist der Bitzer Boden an zwei Wohnflächen, einmal im Norden (neben den Sportflächen) und einmal im Süden (Am Tiefen Rain), dort beträgt der Wert 95 Euro pro Quadratmeter. Die gewerbliche Baufläche liegt in Bitz bei 35 Euro pro Quadratmeter.
In Meßstetten lässt es sich laut Informationssystem günstiger wohnen. Entlang der Lauenstraße liegt der Bodenrichtwert bei 48 Euro pro Quadratmeter. Um die Ebinger Straße sind es dann aber auch zwischen 74 und 90 Euro pro Quadratmeter, je weiter die Wohnfläche vom Zentrum entfernt liegt. Die Gewerbefläche in Meßstetten sind es hauptsächlich 55 Euro pro Quadratmeter, es gibt auch Gebiete mit 37 bis 51 Euro pro Quadratmeter.
Der Kern von Winterlingen besteht aus gemischter Baufläche und liegt bei 65 Euro pro Quadratmeter. Weiter außerhalb von Winterlingen liegt der Preis für Wohnfläche etwas höher, zwischen 70 und 75 Euro. Im Norden und Süden fallen zwei Ausreißer auf, dort sind es 110 Euro pro Quadratmeter. Es handelt sich um Neubaugebiete, in welchen ein höherer Preis nicht ungewöhnlich sei, wie das Bauamt der Gemeinde mitteilt. Gewerbefläche liegt in Winterlingen bei um die 30 Euro pro Quadratmeter.
Das gilt auch für die Gewerbefläche von Straßberg. Die Bodenrichtwerte für Wohnfläche sind in Straßberg im Vergleich zu Bitz, Meßstetten und Winterlingen höher. Entlang der Wiesenstraße und der Gartenstraße betragen sie 100 Euro pro Quadratmeter. Nur entlang der Burg- und Kaiseringer Straße bis runter zum Jägerweg sind es 70 Euro pro Quadratmeter. Für den Kern der Gemeinde entlang der Silcherstraße über die Katholische Kirche St. Verena, bis über die Kreuzung Berliner Straße-Mühlstraße und deren Ende wird hingegen ein Bodenrichtwert von 95 Euro pro Quadratmeter ausgewiesen. Die dazu parallel liegenden Flächen entlang der Bahnhofstraße und des Bahnweges gibt es für 80 Euro pro Quadratmeter.

Preislich lohnend im Vergleich zu Albstadt: Bitz, Meßstetten, Winterlingen und Straßberg

Am teuersten ist in Straßberg laut Boris-BW die Wohnbaufläche um die Schalksburgstraße. Dort lautet der Bodenrichtwert 110 Euro pro Quadratmeter – eben genauso viel wie die beiden Neubaugebiete in Winterlingen.
In einem der umliegenden Orte um Albstadt zu wohnen, lohnt sich preislich. Entlang der Marktstraße weist das Bodenrichtwertinformationssystem 1200 Euro pro Quadratmeter aus. Um den Stadtkern herum erreichen einzelne Stadtteile und die dortige gemischte Baufläche mal 250, mal 360, mal aber auch 670, 780 oder 1050 Euro pro Quadratmeter. In den Wohnbauflächen um den Stadtkern liegt der Quadratmeterpreis zwischen 125 und 215 Euro.
Für gewerbliche Baufläche im Süden Albstadts müssen zwischen 70 und 150 Euro pro Quadratmeter bezahlt werden. Im Ortsteil Tailfingen wird es für Gewerbe günstiger: Dort werden 45 bis 60 Euro pro Quadratmeter Boden ausgewiesen.

110

Euro pro Quadratmeter lautet der Richtwert für die Fläche um die Schalksburgstraße in Straßberg. Zum Vergleich: In Albstadt liegt der höchste Bodenrichtwert bei 1200 Euro.