„Entsetzt“ zeigt sich der Kreisverband der Partei „Die Linke“ über Pläne der Uniklinik-Verwaltung, der Ulmer Krankenschwester und Personalrätin Jana Langer eine Abmahnung zu erteilen (wir berichteten). Langer hatte sich in der Vergangenheit immer wieder öffentlich über den Pflegenotstand im Allgemeinen wie auch speziell am Uni-Klinikum Ulm geäußert.

„Es darf nicht sein, dass einer Kollegin, die auf Missstände hinweist und sich für ihre Kollegen einsetzt, ein Maulkorb verpasst werden soll“, heißt es in einer Mitteilung der Linken. Seit 2015 setze Langer sich für jene ein, denen das Gesundheitssystem zu Gute kommen soll, nämlich die Patienten.

„Es ist absurd, von jemandem, der fachlich präzise Probleme benennt und damit auch Verantwortung als Personalrätin wahrnimmt, zu verlangen, die Probleme im eigenen Haus unter den Tisch zu kehren“, schreibt der Kreisvorstand weiter.

Über die Lage am Klinikum habe sich jüngst auch der Linken-Bundestagsabgeordnete Harald Weinberg in einem Gespräch mit dem Personalrat informiert. Auch dort habe der „eklatante Personalmangel“ im Mittelpunkt des Gesprächs gestanden. Die Neuberechnung der Stellen sei undurchsichtig und intransparent. Die Uni-Klinik, so heißt es abschließend, müsse ihre Gewinne – zuletzt 6,7 Millionen Euro – endlich in vollem Umfang in die Pflege investieren. „Das Medizinische und nicht die Ökonomie muss dominieren.“