„The Mind“ Spielen im Gleichklang

Ist das noch ein Spiel oder nur eine Gruppenerfahrung? Spannend ist „The Mind“ so wie so.
Ist das noch ein Spiel oder nur eine Gruppenerfahrung? Spannend ist „The Mind“ so wie so. © Foto: NSV
Ulm / Fabian Ziehe 18.07.2018
SWP-Spieletest: Zahlenkarten in Reihe ablegen - die Aufgabe in „The Mind“ ist simpel - müsste man nicht schweigen.

Etwas esoterisch wirkt „The Mind“ schon. „Lasst und eins werden“ als Untertitel lässt eher eine Chakren-Sammlung vermuten. Tatsächlich bietet das Kartenspiel Kooperation, Gruppenerlebnis und Aha-Effekt. Doch auch für Nüchterne hat „The Mind“ etwas zu bieten. Jeder erhält Karten mit Werten von 1 bis 100, jede Runde eine Handkarte mehr. Sind die Karten sortiert, legt man sie auf den Tisch. Sind alle bereit, zieht man die Hände zurück und legt die Karten allmählich offen in aufsteigender Reihenfolge in die Mitte – ohne sich abzusprechen!

Handzeichen, wenn’s haarig wird

Bei einem Fehler werfen alle die verbliebenen niedrigeren Karten von der Hand ab, die Gruppe verliert ein Leben, man spielt weiter. Hat ein Spieler das Gefühl, dass es haarig werden könnte, hebt er die Hand. Tun die anderem ihm gleich, legen sie ihre niedrigste Karte ab. Das geht freilich nur wenige Male. Das Spiel endet, wenn das höchste Level (bei zwei Spielern zwölf Handkarten) erreicht ist. Oder aber, die Gruppe verliert zuvor ihre letzte Lebenskarte.

Das Tolle: Es funktioniert. Oft sogar, wenn direkt aufeinander folgende Karten zu legen sind. Geübte meistern sogar die Variante, dass sie die Karten zunächst verdeckt ablegen und erst zum Schluss die Reihenfolge kontrollieren. Irre, magisch, lustig – und ein kollektiver Wow-Effekt, wenn man es geschafft hat. Ein Familienspiel, das die Nominierung zum Spiel des Jahres 2018 völlig verdient hat.

In aller Kürze

„The Mind“

Von Wolfgang Warsch, 2-4 Personen, ab 8 Jahren, Dauer 20 Minuten, Nürnberger-Spielkarten-Verlag, 9 Euro.

Unsere Wertung: 5 von 5 Sternen

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