„Otys“ Recycling in der Tiefe

Abtauchen in ein kniffliges Optimierungsspiel: „Otys“.
Abtauchen in ein kniffliges Optimierungsspiel: „Otys“. © Foto: Pearl Games/Libellud/Asmodee
Ulm / Stefan Bentele 30.06.2018
SWP-Spieletest: Ein Tauchgang will gut geplant sein, das zeigt „Otys“. Hier müssen Schätze gehoben werden.

Rein in den Taucheranzug und runter in die Vergangenheit: Mitte des 22. Jahrhunderts sind die letzten Landstriche überflutet, es gibt nur noch Überwasserkolonien. Doch geht die Welt auch unter, der Mensch treibt weiter Handel.

Metall, Pflanzen, Treibstoff, auch in Otys bestimmt die Nachfrage den Preis. Zwei bis vier Spieler sammeln auf fünf Ebenen in der Tiefe Rohstoffe, erfüllen Aufträge für Credits, Batterien – und Prestigepunkte für den Sieg. Vier Rohstoffexperten, Händler, Spione, Ingenieure und Entdecker stehen dafür bereit, die mit Plättchen vertikal angeordnet werden. Wer einen Taucher aktiviert, kann auf dessen Ebene Rohstoffe sammeln oder Aktionen ausführen, danach muss dieser auftauchen, andere Taucher sinken tiefer.

Eintauchen in tolles Artwork

Wer Batterien einsetzt, darf unter Wasser bleiben, oder den Propeller aktivieren und die Position verändern. Das hilft, weil aktivierte Ebenen erst wieder zugänglich werden, sobald alle aktiviert worden sind. Auf jeder Ebene profitieren die Spieler von Sponsoren, die Rohstoffe, Credits oder Verbesserung von Ausrüstung bieten – dazu werden Taucherplättchen umgedreht.

Plättchen schieben, drehen, tauschen: Das alles vermittelt ein Gefühl des Abtauchens auf dem Spielplan, der mit Artwork und Vertiefungen für die Plättchen ausgeklügelt daherkommt. Die Züge verlaufen zu zweit flüssig, mit mehr Spielern dürften Wartezeiten auftreten. Ein Optimierungsspiel für Kenner.

In aller Kürze

„Otys“

Von Claude Lucchini und Paul Mafayon, 2-4 Spieler, ab 14 Jahren, 60 Min., Pearl Games/Libellud, etwa 35 Euro.

Unsere Wertung: 4 von 5 Sternen

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