Japanische Gärten können Augenweiden sein – und eine Herausforderung. Einmal nicht aufgepasst, schon mopst der Fischreiher den letzten Koikarpfen und der zehnte Bonsai geht aus unerfindlichen Gründen ein. Wer auf fernöstliche Ästhetik trotzdem nicht verzichten will, ist mit „Miyabi“ gut beraten.

Das Raster bepflanzen

Bei dem Legespiel erhält jeder Spieler einen eigenen Gartenspielplan. Jede Reihe des darauf eingezeichneten Rasters ist einem anderen Gartenbauelement vorbehalten: Mit Plättchen unterschiedlicher Größe und Formen arrangieren die Spieler darauf reihum Bäume, Pagoden, Fischteiche, Blumenbeete, Büsche und Felsen. Dabei gilt es, planvoll vorzugehen, denn pro Runde darf jede Spalte nur einmal mit einem Bauelement belegt werden. Jedes gelegte Objekt bringt dem Spieler Punkte ein. Wer Plättchen stapelt und in die Höhe baut, multipliziert diese Siegpunkte mit der Anzahl der gelegten Ebenen.

Erweiterungen enthalten

„Miyabi“ ist ein solides, liebevoll gestaltetes Legespiel, bei dem es fast nichts zu meckern gibt. Ein Pluspunkt: Das Spiel enthält Erweiterungen, mit denen sich die Komplexität nach und nach steigern lässt. So bleibt „Miyabi“ auch nach vielen Runden interessant. Allerdings: Legespiele, insbesondere zum Thema Garten, gibt es mittlerweile reichlich. Aus dieser Masse hervorzustechen, gelingt „Miyabi“ nicht ganz.

In aller Kürze


„Miyabi“
Von Michael Kiesling, Haba Verlag, 2 bis 4 Spieler ab acht Jahre, 45 Minuten, ca. 30 Euro.

Unsere Wertung: 4 von 5