„Mercado“ Mit vollem Geldbeutel

„Mercado“: Zu tief in den Kelch geschaut?
„Mercado“: Zu tief in den Kelch geschaut? © Foto: Kosmos
Ulm / Edwin Ruschitzka 01.09.2018
SWP-Spieletest: Farbige Münzen ziehen und damit geschickt bieten: „Mercado“ erfordert ein glückliches Händchen.

Auf dem Markt der schönen Dinge gibt es viel zu kaufen. Da braucht jeder einen vollen Geldbeutel. Pech nur, wenn sich darin auch Falschgeld befindet. Autor Rüdiger Dorn hat „Mercado“ ein glückslastiges Bietspiel im Kosmos-Verlag platziert. Die zu kaufenden Güter liegen als Plättchen auf dem Tisch. Sie zeigen, was sie kosten und was sie nutzen.

Jeder Akteur hat ein Säckchen mit farbigen Münzen. Er zieht drei bis fünf Münzen und platziert sie auf der zu ihm ausgerichteten Seite besagter Plättchen.  Sind die erforderlichen Münzen zusammengetragen, darf man sich Gegenstand und die damit verknüpften Siegpunkte nehmen. Schwarze Münzen sind Falschgeld, mit ihnen kann nicht bezahlt werden. Und so dauert es mitunter mehrere Runden, bis der passende Geldbetrag gezogen ist.

Viel Luft im Karton

Mehr gibt es an Regeln für dieses Familienspiel nicht zu sagen. Der Anspruch ist im Gegensatz zum Preis mit über 30 Euro nicht sehr hoch, der Glücksanteil dagegen schon: Man zieht Münzen, hofft auf die passenden und versucht dann, daraus das Beste zu machen. Mehr ist da nicht! Und das ist schon wenig. Bleibt noch zu erwähnen, dass in der Schachtel ordentlich viel Luft ist. Sprich: Kosmos hätte daraus auch ein kleineres Spiel zu einem günstigeren Preis machen können. Was den Langzeit-Spielreiz betrifft, ist „Mercado“ allenfalls durchschnittlich.

In aller Kürze

„Mercado“

Von Rüdiger Dorn, für 2 bis 4 Personen, ab 10 Jahren, etwa 30 bis 45 Minuten, bei Kosmos, rund 35 Euro.

Unsere Wertung: 3 von 5 Sternen

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