„Lift off!“ Abgekapselt ins All

Lift off! aus dem Hause Hans im Glück.
Lift off! aus dem Hause Hans im Glück. © Foto: Stefan Bentele
Ulm / Stefan Bentele 19.01.2019

Früher lag die Zukunft weiter weg. Der Mond war vor 50 Jahren das Ziel, heute macht die Menschheit es sich im Erd-Orbit gemütlich. Lift off! hingegen führt Hobby-Raumfahrer tiefer ins All, hinein ins letzte große Abenteuer der Menschheit.

Im Grafik-Stil der 60er wetteifern die Spieler in zwei Phasen zu je vier Runden um die Spitzenposition im All. Jede Runde werden Karten mit Spezialisten gezogen und noch vor dem Ausspielen mit den Mitspielern ausgetauscht – so erhält jeder Spieler früher oder später notwendige Karten. Die Spezialisten liefern Geld, Antriebs- oder Laderaum-Module, erlauben einen weiteren Start oder bringen Technikkarten.

Feilen am Weltraumbahnhof

Letztere gibt es in vier Versionen, die in mehreren Kombinationen benötigt werden, um Satelliten & Co. ins All zu schießen. Das Knifflige dabei ist: Der Wechsel zur zweiten Phase im Spiel verändert die Rahmenbedingungen für die Technikkarten-Kombinationen und damit für die Startvoraussetzungen. Jeder Spieler erweitert mit Bauteilen seine Rakete, um die Startkosten zu verringern oder den Laderaum auszubauen. Auch ist jeder bedacht, seinen Weltraumbahnhof zu erweitern, um auf bessere Missionen Zugriff zu erhalten, denn die bringen mehr Punkte.

Lift off! spielt sich wie ein durchdachtes Kennerspiel: Es gibt immer etwas zu optimieren, weil immer Geld, Laderaum, Technik oder sonst was zum perfekten Start fehlt. Das macht Spaß, heißt aber, dass jeder Spieler etwas abgekapselt agiert. Und das braucht Zeit, das Spiel zu viert leicht mehr als zwei Stunden. Aber es führt ja auch in die Tiefen des Alls.

In aller Kürze

„Lift off!“

Von Jeroen Vandersteen, für 2 bis 4 Spieler, ab  12 Jahren, Hans im Glück Verlag, ca. 35 Euro.

Unsere Wertung: 4 von 5 Sternen

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