„Die Quacksalber von Quedlinburg“ Kurpfuscher am Werk

Für jedes Wehwehchen die passende Tinktur: „Die Quacksalber von Quedlinburg“.
Für jedes Wehwehchen die passende Tinktur: „Die Quacksalber von Quedlinburg“. © Foto: Schmidt Spiele
Ulm / Edwin Ruschitzka 14.07.2018
SWP-Spieletest: Per Griff in den Zutatenbeutel mixen die „Quacksalber von Quedlinburg“ Punktecocktails - oder es knallt.

Ein Mittel gegen Schweißfüße, Heimweh oder Männergrippe? Für die „Quacksalber von Quedlinburg“ ist das kein Problem. Sie verarbeiten Krähenschädel, Totenkopfalter, Kreuzspinnen und Geisteratem zu Medizin. Ob’s hilft? Fraglich. Im gleichnamigen Spiel von Shootingstar Wolfgang Warsch sorgt es aber für eine überaus vergnügliche Stunde.

Vier Kurpfuscher, pardon Spieler, treten an. Jeder hat einen Kessel als Tableau vor sich ausliegen. Jeder zieht die Ingredienzien aus seinem Säckchen, legt sie in seinen Kessel, braut damit seinen Trunk. Ziel ist es, damit auf der Spirale weit nach vorne zu ziehen. Doch Vorsicht vor Knallerbsen. Zieht man zu viele, fliegt einem der Kessel um die Ohren. Im übertragenen Sinn. Aber von Nachtteil ist diese Explosion schon, man muss sich später nur entscheiden, ob man das Geld zum Kauf neuer Ingredienzien haben will oder Siegpunkte. Ansonsten gibt es beides. Außer den Knallerbsen bringen alle anderen Zutaten dagegen Boni, die jeder zu seinem Vorteil nutzt.

„Die Quacksalber von Quedlinburg“ ist ein Familienspiel mit einem erfrischend neuen Thema, mit eingängigen Mechanismen, das von der Spannung des Ziehens der Zutaten lebt. Aufhören oder weitermachen - das ist die zentrale Frage des Spiels. Es wurde zur Wahl des Kennerspiels des Jahres nominiert.

In aller Kürze

„Die Quacksalber von Quedlinburg“


Von Wolfgang Warsch, für 2 bis 4 Personen, ab 10 Jahren, etwa 60 Minuten, bei Schmidt Spiele, rund 35 Euro.

Unsere Wertung: 4 von 5 Sternen.

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