Zivilisationsspiele sind oft strategische Kracher, die sich über Stunden hinziehen. Man baut Kulturen in Konkurrenz zueinander auf, entwickelt diese – und das kann dauern. Ganz anders kommt dagegen „Hadara“ daher, das neue Spiel von Hans im Glück, erfunden von Benjamin Schwer. Über drei Epochen hinweg entwickelt jeder sein eigenes Volk in den Bereichen Finanzen (also Einkommen), Militär, Kultur und Ernährung. Das alles wird mit schön illustrierten Karten gesteuert. Und eine Partie dauert nicht länger als eine Stunde.

Den Hunger stillen

Wer an der Reihe ist, nimmt zwei Karten, kauft eine davon und legt die andere zurück auf den Spielplan. Sie kann dann später erworben werden. Auf jeder Karte ist zu sehen, was sie kostet, wie viele Siegpunkte sie am Ende bringt, vor allem aber, in welchen Bereichen man sich entwickelt. Militär ist wichtig, um an siegpunkteträchtige Kolonien zu kommen, der Ausbau im Segment Kultur wird gebraucht, um Büsten zu meißeln, was ebenfalls Siegpunkte bringt. Das Einkommen sorgt für den Geld-Nachschub, und Nahrung braucht man, um den Hunger seines Volks zu stillen. Wie groß der Hunger ist, hängt von der Anzahl der Karten ab, die man erworben hat. Fehlt Nahrung, muss man Karten wieder abgeben. Was immer schlecht ist.

Zugänglich und mit schönem Material

„Hadara“ bietet viele Wege zum Erfolg an, was das Ausprobieren der Strategien betrifft. Es hält so den Spielreiz hoch. Schwer zu erlernen ist das Spiel auch nicht. Es ist toll ausgestattet. Allerdings spielt jeder für sich selbst, die Interaktion ist also eher gering.

In aller Kürze


„Hadara“

Von Benjamin Schwer, für 2 bis 5 Personen, ab 10 Jahren, 60 Minuten, bei Hans im Glück, rund 40 Euro.

Unsere Wertung: 4 von 5 Sternen