Blumenwiesen, Bäumchen und Brünnlein sind in Zeiten von Artensterben und Klimawandel hochemotionale Themen geworden. So mancher möchte beim Anblick von Steingärten nicht nur in Tränen ausbrechen, sondern am liebsten nachts mit Saatgutbomben durch lebensfeindliche Vorstädte marodieren. Für solche verhinderten Guerilla-Gärtner gibt es das perfekte Spiel: Bei „Ishtar“ können die Spieler zumindest auf dem Brett Steine und Sand in blühende Gärten verwandeln. Wer wird der beste Gärtner Babylons?

Ab ins Beet

Es gilt, mit Plättchen die größten Blumenbeete rund um Brunnen zusammenzulegen. Verwandelt der Spieler Brachland in Grünfläche, erhält er zur Belohnung die dort liegenden Kristalle. Damit können die Gärtner Bäume und Spezialfähigkeiten erwerben, die Siegpunkte einbringen. Aber Vorsicht: Platziert der Spieler keine Gärtnerfiguren auf seinem Beet, können sich andere Spieler die Früchte seiner Arbeit unter den Nagel reißen. Außerdem dürfen die Gärten der Gegner nicht aneinander angrenzen. Es muss also mit viel Strategie gegärtnert werden, denn der Platz ist begrenzt.

Gemütlich bis konfrontativ

„Ishtar“ plätschert bei zwei Spielern relativ entspannt vor sich hin, bei drei bis vier Spielern geht es konfrontativer zu. Die herausragendste Eigenschaft des Spiels: Das schöne, lebendige Design. Davon könnte sich so mancher Steingärtner eine Scheibe abschneiden.

In aller Kürze


„Ishtar - Die Gärten von Babylon“


Von Bruno Cathala, für zwei bis vier Spieler ab 12 Jahren, etwa 45 Minuten, Hutter Trade, etwa 37 Euro.

Unsere Wertung: 5 von 5 Sternen