Feuer&Flamme Holla die Bratwurst!

Bei einem Fisch auf dem Grillrost muss man sich keine Sorgen wegen den Kalorien machen.
Bei einem Fisch auf dem Grillrost muss man sich keine Sorgen wegen den Kalorien machen. © Foto: RitaE - Pixabay
Region / Sonja Alexa Schmitz 26.07.2017
Das Zählen von Kalorien ist auch beim Grillen angekommen. Wer auf sein Gewicht achtgeben möchte, der darf beim Spaß an den heißen Kohlen mitmachen, aber nicht bei allem hoch erfreut zuschlagen.

Der Klassiker auf dem Grill, die Bratwurst, ist leider der Oberspielverderber. Sie ist das fettreichste Fleisch, was der Rost hergibt. Gefolgt von Spareribs. Nicht nur das Fett im Fleisch, auch der Honig in den Marinaden mit denen sie häufig bepinselt werden schadet dem Kalorienkonto. Auch Schweinekoteletts sind mit Vorsicht auf die Figur zu genießen. Wenn man aber den Fettrand abschneidet, wiegt die Sünde nicht mehr so viel. Aber natürlich erst nach dem Grillen das Fett beseitigen, sonst kommt kein Geschmack ins Fleisch.

Harmlos für die Figur ist dagegen die unpanierte Hähnchenbrust. Putenbrust ist fettreicher aber durchaus noch leicht zu nennen. Gut sind natürlich auch Fische und Garnelen. Letztere als Spieß gegrillt oder in leichter Marinade..

Und Gemüse geht natürlich immer als Grillgut für Kalorienzähler. Wenn sie in der Aluschale mit Salz, Pfeffer, Olivenöl, Kräutern und Knoblauch gewürzt werden, können sie fast schon über die entgangene Bratwurst hinwegtrösten.

Grünes Licht gibt es auch für die Grillkartoffel und den Maiskolben.

Beim Brot sollte man nicht zu sehr zuschlagen und besser kein fertiges Knoblauchbutterbrot nehmen.

Salat ist nicht gleich Salat. Besser auf solche verzichten, die mit Mayonaise angerührt werden, dafür aber guten Appetit bei grünen Salaten mit einem Essig-/Öldressing.

Saucen sind so schön unauffällig und flutschen so mit, sind aber äußerst gefährlich für die schlanke Linie. Sie enthalten meist viel Fett und Zucker. Entweder man studiert das Etikett genau und achtet auf die Nährwertangaben oder merkt sich generell folgende Faustregel: Rote Saucen sind meist leichter als weiße, weil sie auf Tomatenbasis hergestellt werden, während weiße Saucen oft Mayonnaise oder Crème fraîche als Grundlage haben.

Eine erfrischend kalorienleichte Alternative bietet ein "Relish". Diese fettfreien Würzsaucen aus der angelsächsischen Küche bestehen aus fein zerkleinertem Obst oder Gemüse, das mit Essig, Zucker und Gewürzen pikant abgeschmeckt ist.

Anstatt Saucen auf das Fleisch zu schütten, wäre eine leckere Möglichkeit, das Grillgut zu marinieren. Aber Vorsicht, auch sie sind eine Kalorienfalle wenn sie aus viel Öl hergestellt werden. Darum sollte es bevor es auf den Grill kommt, gut abgetupft werden.

Gut ist es eine Marinade aus Joghurt oder Sojasoße herzustellen. Magerjoghurt mit Knoblauch und Kräutern passt toll zu Rind oder Schwein, während Geflügel durch eine Marinade aus Sojasoße, Weißwein und Chili noch würziger wird.