Manche Kartenspiele sind einfach nichts für Wortkarge. „Uno“ zum Beispiel. Einmal nicht „Uno!“ gebrüllt – und schon muss man  Karten ziehen. Wer sich darüber ärgert, sei „Hilo“ empfohlen. Hier geht es darum, seine verdeckte Auslage von neun Karten mit Zahlenwerten von -1 bis 11 loszuwerden.

So wenig Punkte wie möglich

Alle Spieler dürfen zu Beginn zwei ihrer Karten aufdecken; nun gilt es, durch Tauschen eine möglichst geringe Summe vor sich liegen zu haben. Neue Karten ziehen die Spieler entweder von einem verdeckten Nachziehstapel oder von einem offenen Ablegestapel, auf dem die ausgemusterten Karten abgelegt werden. Wer eine gezogene Karte nicht haben will, legt sie ebenfalls ab und deckt stattdessen eine verdeckte Karte seines quadratischen Auslagerasters auf.

Zugängliches Familienspiel

Wer es schafft, drei Karten einer Farbe vertikal, horizontal oder diagonal in seinem Raster anzuordnen, hat ein „Hilo“ und darf diese Karten abwerfen. Die restlichen Karten schiebt der Spieler wieder zu einem Quadrat zusammen. Das gilt auch ohne „Hilo“-Ruf. Hat ein Spieler alle seine Karten aufgedeckt, endet die Runde, die Spieler addieren ihre Kartenwerte. Es werden so viele Runden gespielt, bis ein Spieler mehr als 99 Punkte gesammelt hat. Der Spieler mit den wenigsten Punkten gewinnt.

„Hilo“ ist schnell erklärt und ist ein unterhaltsames Mitbringsel für einen Familienausflug. Das Spiel erfindet Kartenspielen neu, täuscht das aber durch seine klassisch-schlichte Optik auch nicht vor.

In aller Kürze


„Hilo“

Von Eilif Svensson & Knut Strømfors, Schmidt Spiele, für zwei bis sechs Spieler ab acht Jahren, ca. 20 Minuten, etwa 11 Euro.

Unsere Wertung: 3 von 5 Sternen