Gesundheit Woran erkenne ich, ob ich Gürtelrose habe?

Gürtelrose wird von den gleichen Erregern wie Windpocken ausgelöst.
Gürtelrose wird von den gleichen Erregern wie Windpocken ausgelöst. © Foto: Patrick Pleul/dpa
Ulm / AB 24.08.2018
Gürtelrose ist jedem umgangssprachlich vertraut. Doch was steckt hinter der Krankheit? Was löst sie aus und wie wird sie therapiert? Wir haben die wichtigsten Infos.

Herpes Zoster - die Gürtelrose - ist eine Viruserkrankung, welche denselben Erreger wie eine Windpocken-Erkrankung als Ursache hat. Im typischen Verlauf hat der Patient einen stark juckenden und schmerzen Hautausschlag an betroffenen Hautregionen.

Ursachen

Verursacht wird die Gürtelrose durch das Varizelle-Zoster-Virus (VZV). Dieses ist ein hochansteckendes Herpesvirus, welches auch die Windpocken auslöst.

Die Gürtelrose ist eine Zweitinfektion. Das bedeutet, dass Patienten bereits zu einem früheren Zeitpunkt in ihrem Leben mit dem Virus in Berührung gekommen sind. Beim Erstkontakt bekommt der Patient Windpocken.

Nach der Genesung bleiben die Viren im Körper. Sie können lebenslang im Körper verweilen, ohne erneut ein Krankheitsbild auszulösen. In einigen Fällen aber werden die Vieren wieder aktiv, beispielweise wenn das Immunsystem geschwächt ist. Die Viren breiten sich im Nervengewebe aus und verursachen im betroffenen Hautbereich den typisch juckenden Hautausschlag.

Ansteckungsgefahr

Da es sich um eine Zweitinfektion handelt, muss man um an einer Gürtelrose zu erkranken bereits die Windpocken gehabt haben.

Die Windpocken zählen zu den typischen Kinderkrankheiten und daher tragen 95% der erwachsenen Deutschen das Virus in sich.

Auch die Gürtelrose ist ansteckend. Aber im Gegensatz zu den Windpocken kann man sich an der Gürtelrose nur über den direkten Kontakt anstecken. Das heißt über den virushaltigen Inhalt der Bläschen des Hautausschlags.

Zum einen kann das passieren, wenn ein Gesunder den Ausschlag des Patienten berührt. Zum anderen, wenn der Patient Gegenstände mit verunreinigten Händen berührt. Beispielweise weil er sich an der betroffenen Hautregionen kratzt.

Dauer der Ansteckungsgefahr

Vom Auftreten des Hautausschlags bis zum vollständigen Verkrusten der Bläschen ist der Patient für andere ansteckend.

Typische Symptome

Die Symptome der Gürtelrose variieren von Fall zu Fall. Große Unterschiede gibt es vor allem beim Schweregrad der Krankheit.

Im Frühstadium der Krankheit treten allgemeine Krankheitszeichen wie Abgeschlagenheit oder leichtes Fieber auf. Die betroffenen Körperstellen können schmerzen.

In welchem Maß die Schmerzen auftreten, variiert stark. Sie können vor, während und auch nach dem Verlauf der Krankheit auftreten.

Ein weiteres, immer auftretendes Symptom ist der Hautausschlag. Meist beginnt er mit einer leichten Rötung, später bilden sich Bläschen mit klarer Flüssigkeit darin, die im Verlauf der Krankheit eintrübt. Im späteren Verlauf platzen die Bläschen auf und verkrusten, bis sie schließlich abheilen. In manchen Fällen können Narben bleiben.

Der Ausschlag bildet sich meist streifenförmig, da er sich an den Nervenbahnen ausbreitet. Im Rücken- und Brustbereich tritt der Hautausschlag am häufigsten auf.

Behandlung

Zur Linderung der Beschwerden erhält der Patient Medikamente. Meist werden leichte Schmerzmittel und Salben für den Hautausschlag verschrieben.

In der Regel hat die Gürtelrose eine gute Prognose, sie heilt bei den meisten Patienten gut aus.

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