„Immortals“ Grübelei für Unsterbliche

„Immortals“ erfordert Zeit und eine großen Tisch.
„Immortals“ erfordert Zeit und eine großen Tisch. © Foto: Produktfoto
Ulm / Fabian Ziehe 30.08.2018
SWP-Spieletest: „Immortals“ kommt als dicke Box und ist ein dickes Brett für Strategen und Weltenbeherrscher.

Kleiner ging es nicht! Nicht nur, dass für den Transport ein Tieflader geordert werden muss. Auch thematisch geht es bei  „Immortals“ um nicht weniger als den „ewigen Kreislauf des Kampfes zwischen Licht- und Schattenwelt“. Ebenso episch die Spieldauer: Zwei Stunden gilt nur für Profis. Anfänger schaffen da grade mal Erklärung und Vorspiel.

Für eine kleine Zielgruppe

Ein Werk für eine kleine Zielgruppe:  „Area Control“, das Beherrschen von Ländern auf einer Karte wie bei „Risiko“, ist eh nur was für Strategen. Der Spielplan mit einer Licht- und einer Schattenwelt verdoppelt das Prinzip: Fallen Armeen in der einen Sphäre, tauchen sie in der anderen auf. Oder man nutzt Portale... Da grübelt man schon beim Setzen der Armeen heftig. Im eigentlichen Spiel wechseln dann Planen und Umsetzen: Erst programmiert jeder, wo er angreift, nachrüstet, punktet und erntet; dann wird abgearbeitet. Die vielen Kämpfe entscheidet ein Würfelturm, in den man Armeen schmeißt und der ein Zufallsergebnis ausspuckt.

All das erinnert an die tollen Spiele „Wallenstein“ und „Shogun“. Im Detail muss man aber umdenken. Intuitiv oder thematisch erschließt sich wenig. Zudem droht der „Königsmacher-Effekt“: Prügeln sich zwei um den Sieg, entscheidet das Agieren eines chancenlosen Dritten. Wer „Immortals“ durchdringen will, braucht viele Partien. Nichts für Leute, deren Zeitbudget endlich statt episch ist.

In aller Kürze

„Immortals“


Von Mike Elliott und Dirk Henn, 3-5 Personen, ab 12 Jahren, 120 Minuten, Queen Games, etwa 55 Euro.

Unsere Wertung:2 von 5 Sternen

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