Amsel, Drossel, Fink und Star umschwärmen an einem verschneiten Dezembertag ein Futterhäuschen. Man nehme die Schönheit und meditative Wirkung dieser Szene und kreuze sie mit einem modernen und taktisch ausgeklügelten Brettspiel. Heraus schlüpft „Flügelschlag“.

Starke Kartenkombinationen bilden


Beim Kennerspiel des Jahres 2019 steht alles im Mittelpunkt, was Federn und Schnabel hat. Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Vogelkundlern, die im Wettstreit möglichst viele Vogelarten aus verschiedenen Lebensräumen an ihr Futterhäuschen locken. Die drei Lebensräume Wald, Wiese und Wasser sind jeweils mit den Aktionen Futter erhalten, Eier legen und Vogelkarten ziehen verknüpft. Die ausgespielten Vögel besitzen zudem verschiedene Fähigkeiten, mit denen der Spieler zusätzliche Futter, Eier oder Bonuskarten ergattern kann. Es gilt, starke Kombinationsketten aus dem Federvieh zu bilden, um möglichst viele Siegpunkte zu sammeln.

Vom Laien zum Vogelexperten

„Flügelschlag“ ist kein besonders konfrontatives Spiel, was dem Unterhaltungswert keineswegs schadet. Getragen wird das Spiel vollkommen von innovativer Mechanik sowie detailverliebtem Design. Das Brettspiel überzeugt auch Spieler, die eine Amsel nicht von einer Drossel unterscheiden können. Nach ein paar Runden können sie es – und wollen ein Vogelhäuschen im Garten aufstellen.

In aller Kürze


„Flügelschlag“


Von Elizabeth Hargrave, 1 bis 5 Spieler, ab 10 Jahren, 40 bis 75 Minuten, Verlag Feuerland, etwa 50 Euro

Unsere Wertung: 5 von 5 Sternen