Gemeinsam ein Bild malen – besonders spannend klingt das nicht. Ist es aber: In „Drunken Sailor“ geben die Spieler ein Blatt Papier im Kreis herum und malen zusammen einen Begriff. Bis auf einen Spieler, den Drunken Sailor, kennen alle das gesuchte Wort. Doch keiner der anderen weiß, wer Bescheid weiß und wer nicht.

Nach zwei Runden kommt es zur Abstimmung: Die Spieler diskutieren kurz, dann muss jeder entscheiden, wen er für den Sailor hält. Hat die Mehrheit der Spieler richtig geraten, bleibt ihrem Gegner noch eine letzte Chance: Wenn er den geheimen Begriff nennen kann, den die Gruppe gemalt hat, gewinnt der Drunken Sailor die Runde.

Dieses Spielprinzip ist simpel und doch anspruchsvoll: Die Gruppe darf den gesuchten Begriff nicht zu eindeutig malen, sonst kann der Drunken Sailor ihn leicht erraten. Bleibt das Bild zu abstrakt, hält man aber schnell den falschen Spieler für den Sailor.

Das Spiel kommt in einer kleinen Holzkiste verpackt, die gesuchten Begriffe stecken in hübschen Briefumschlägen. Leider enthält das Seemannsspiel nur 27 Begriffe. Die mitgelieferten Wachsmalstifte sind außerdem dünn, sie brechen leicht. Diese kleineren Kritikpunkte ändern aber nichts daran, dass die Spielidee wunderbar funktioniert. Ein ideales Spiel für kleine und größere Gruppen. Mehr Spiele auf swp.de/spiele.

In aller Kürze


„Drunken Sailor“
3-8 Spieler, ab 16 Jahren, 20 Minuten, Asmodee, etwa 35 Euro.

Unsere Wertung: 4/5