„Ich will Spaß! Ich geb’ Gas!“, die Idee kam NDW-Barden Markus 1982 – da hatten Spieler diesen Konnex längst. Wolfgang Kramer hatte mit „Tempo“ schon 1974 Überlegungen angestellt, wie er Geschwindigkeitsrausch auf das Brett bekommt. Mit „Niki Lauda’s Formel 1“ wurde 1980 dann ein Spiel daraus, dass auch optisch an Motorsport erinnerte.

Karten bestimmen das Tempo

Nun erlebt das Spiel seine fünfte Neuauflage – wieder mit neuem Namen, wieder mit modernisiertem Look: Bei „Downforce“ bieten die Spieler erst um sechs Autos und ihre unterschiedlich begabten Fahrer. Dann legen alle reihum Karten, die eine oder mehrere Boliden einige Felder vorrücken lassen. Zwischendrin wird auf den Rennausgang gewettet – und am Ende abgerechnet: Platzierung der eigenen Autos plus gelungene Wette minus eingesetztem Geld bei der Auto- und Fahrerversteigerung.

Glück, Taktik und Stichelei

Simpel. Und wenn auch kleinteilige Regeln für Spezialfälle nötig sind: Kapiert ist das Prinzip ruck zuck. Beim Düsen übers Brett wirbelt nichts Verstaubtes auf. Das Spiel amüsiert auf eine nette, wenn auch nicht abendfüllende Art mit einem Mix aus Glück, Taktik und Stichelei. So kommt Rennfieber auf, wenn sich Boliden in Schikanen stauen, auf den Geraden aneinander vorbeischieben – man gibt Gas, man hat Spaß!

In aller Kürze


„Downforce“

Von Wolfgang Kramer, überarbeitet von Rob Daviau und Justin D. Jacobson, 45 Minuten, ab 8 Jahren, Restoration Games/Iello/Huch!, ca. 30 Euro.

Unsere Wertung: 4 von 5 Sternen