„Reykholt“ Gartenbau und Geothermie

Für ambitionierte Geothermie-Gärtner, die es hoch in den Norden drängt: „Reykholt“.
Für ambitionierte Geothermie-Gärtner, die es hoch in den Norden drängt: „Reykholt“. © Foto: Frosted Games
Ulm / Fabian Ziehe 24.11.2018
SWP-Spieletest: Wer immer mal auf Island gärtnern wollte, für den ist „Reykolt“ Pflicht. Den Rest erwartet solide Kost.

Kürzlich waren’s die Lofoten, nun Island: Ostfriese Uwe Rosenberg hat ein Faible fürs Nordmeer, für Fischfang und Landwirtschaft. Holten wir also kürzlich noch bei „Nusfjord“ Heringe aus den Fjorden, ernten wir nun in „Reykholt“ Gemüse in Gewächshäusern, die mit Erdwärme beheizt werden. Öfter mal was Schräges.

Knappe Aktionsauswahl

Spielerisch ist es ein klassicher „Rosenberg“: ein Arbeitereinsetz-Spiel mit Erntemechanismus zu Rundenbeginn. Es gibt eine angenehm knapp bemessene Zahl an Aktionsfeldern, auf die man in sieben Runden je drei Arbeiter einsetzt – um Gewächshäuser zu erwerben oder zu veräußern, um Gemüse zu erhalten, zu säen oder außer der Reihe abzuernten.

Ziel zu Rundenende ist, Touristen zu versorgen. Für die Gäste sind Tische zu decken, die um den Spielplan aufgereiht sind – erst mit stets einer der fünf Gemüsesorten, dann mit je zwei und so weiter. Einmalig darf ein Tisch leer bleiben, man bekommt das geforderte Gut sogar als „Subvention“ in den eigenen Vorrat – der einzige neue Kniff im Spiel. Kann man auch einen weiteren Tisch nicht befüllen, bleibt man davor stehen. Wer am Ende die meisten Tische bedient hat, gewinnt.

Mit Story-Modus

Schlanke Regeln, flotte Spielzeit – nicht nur Rosenberg-Fans finden sich da rasch zurecht. Die Varianz durch „Service-Karten“, erwerbbare Bonus-Fähigkeiten, ist begrenzt. Ein „Story-Modus“, der von Spiel zu Spiel Regeln und Zielsetzung leicht modifiziert, sorgt für längerfristigen Spielreiz. Das macht „Reykolt“ zu einem soliden Spiel mit hübscher Optik und ohne großes Alleinstellungsmerkmal – das Thema mal außen vor gelassen.

In aller Kürze

„Reykholt“

Von Uwe Rosenberg, 1 bis 4 Spieler, ab 12 Jahren, 30-60 Minuten, Frosted Games, ca. 50 Euro.

Unsere Wertung: 4 von 5 Sternen

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