Im antiken Sparta drehte sich alles um den Krieg, in Athen debattierten die Philosophen. Und in „Korinth“? Glaubt man dem gleichnamigen Spiel aus der Feder von Sébastien Pauchon, stand hier der Handel im Mittelpunkt. Persische Teppiche, Olivenöl aus Kreta, Weintrauben aus Rom und ägyptische Gewürze füllen die Märkte der Hafenstadt.  Gold und Ziegen dienen als Zahlungsmittel.

Handelsimperium auf dem Papier

Die Spieler schlüpfen in die Rollen von Kaufleuten, die um das größte Handelsimperium wetteifern. Anders als andere Handelsspiele, die umfangreiches Plastik- oder Holzzubehör beinhalten, kommt „Korinth“ mit wenig aus: Zwölf Würfel, ein Hafen-Tableau sowie ein Block Spielerbögen, auf dem Waren und Punkte vermerkt werden, ist alles, was es braucht.  Die Spieler würfeln reihum und wählen der Reihe nach Würfelgruppen aus, um Verkaufsstände mit Waren zu beliefern, Ziegen und Gold zu kaufen oder den Markt zu besuchen. Am Ende gewinnt die höchste Punktzahl.

Es fehlen Stifte

Das Spiel ist schnell erklärt, bietet aber eine Vielzahl an taktischen Möglichkeiten. Konzentriere ich mich auf eine Warengattung und steche so meine Gegner aus? Horte ich Gold oder investiere ich in nützliche Gebäude? Schlage ich bei einem guten Geschäft zu oder schade ich der Konkurrenz? Damit bleibt „Korinth“ auch nach vielen Runden spannend. Jedoch wären angesichts des Preises beiliegende Stifte wünschenswert.

In aller Kürze


„Korinth“
Von Sébastien Pauchon, Days of Wonder, zwei bis vier Spieler ab acht Jahren, 20 bis 30 Minuten, etwa 20 Euro

Unsere Wertung: 4 von 5 Sternen