Irrgärten üben auch in Zeiten digitaler Navigationssysteme eine Faszination aus. Was mag sich hinter der nächsten Abzweigung verbergen?

Kein Wunder, dass das entsprechende Brettspiel aus dem Hause Ravensburger seit Generationen nicht aus den Regalen wegzudenken ist. Dauerbrenner wie „Das verrückte Labyrinth“  neu zu erfinden, ist nicht leicht. Mit „3D Labyrinth“ ist dem Verlag dies durchaus gelungen. Bei dieser Variation des Klassikers kommt eine neue Dimension hinzu: Die Spieler müssen sich auf der Suche nach Schätzen nicht nur mit ständig verschobenen Wänden herum plagen, sondern auch mit wechselnden Höhen und Tiefen zurechtkommen. Ist das nächste Feld mehr als eine Stufe höher oder tiefer, endet der Zug – sofern der Spieler nicht die passende Zauberkarte ausspielt. Wer als Erster alle Schätze eingesammelt und auf sein Heimatfeld zurückgekehrt ist, gewinnt.

Gelungene Innovation, Qualität ist ausbaufähig

Durch 3D gewinnt das „Labyrinth“ buchstäblich an Tiefe. Neben der Orientierung trainieren die Spieler räumliches Sehen; das Familienspiel erfordert deutlich mehr Taktik als der Vorgänger. Kritik trifft das Material. Die Felder müssen zunächst auf Plastikblöcke geklebt, die Karten aus dünnen Stanzfolien getrennt werden. Hochwertig sieht anders aus. Bei einem Spiel, das man gerne mit der nächsten Generation spielen möchte, ist das besonders schade.

In aller Kürze


„3D Labyrinth“


Von Michael Feldkötter, Ravensburger, 2 bis 4 Spieler ab sieben Jahre, 20 bis 30 Minuten, ca. 30 Euro.

Unsere Wertung: 4 von 5