Ulm Kurz & Krass: Scharf ist gesund

Ulm / us 14.09.2015
Chili, Cayennepfeffer, Ingwer: Scharfen Gewürzen wird schon länger eine positive Wirkung auf die Gesundheit nachgesagt. Speisen mit scharfen Gewürzen zu verfeinern, soll einer neuen Langzeitstudie aus China zufolge sogar das Leben verlängern.

Regelmäßig scharf gewürzte Mahlzeiten zu essen, könnte das Leben verlängern – das hat ein internationales Forscherteam der Chinese Academy of Medical Sciences herausgefunden. Dafür beobachteten die Wissenschaftler sieben Jahre lang die Essgewohnheiten von knapp einer halben Million Chinesen zwischen 30 und 79 Jahren. Das Ergebnis: Studienteilnehmer, die ein- bis zweimal pro Woche scharfe Mahlzeiten aßen, hatten ein um zehn Prozent geringeres Risiko als Nicht-Scharfesser, innerhalb des Beobachtungszeitraums zu sterben.

Wer mindestens dreimal pro Woche zu scharfen Gewürzen griff, hatte sogar ein um 14 Prozent geringeres Risiko, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift The BMJ. Vor allem das Risiko, an Herz- und Atemwegserkrankungen oder Krebs zu sterben, war bei Scharf-Essern geringer. Allerdings machen die Forscher darauf aufmerksam, dass ein gesunder Lebensstil auch eine Rolle spielt.