Als Wolfgang Herrndorf sich Anfang 2010 in die Psychiatrie einwiesen ließ, trug er ein Pinguin­kostüm. Herrndorf hatte kurz zuvor eine Krebsdiagnose bekommen. Es war keine dieser „Sie können das schaffen“-Diagnosen. Der Schriftsteller hatte einen bösartigen Gehirntumor, er wusste, dass er sterben würde. In einem der ersten Einträge seines Tagebuchs „Arbeit und Struktur“ schreibt er: „Gib mir ein Jahr, Herrgott, an den ich nicht ...