Kragenfäule am Apfelbaum

SWP 17.01.2015

Kragenfäule am Apfelbaum

Der Apfelbaum der Sorte Topaz ist von der Kragenfäule befallen, schreibt Fritz Walch.

AGNES PAHLER: Bei der relativ neuen, schorfresistenten Apfelsorte Topaz, die so schmackhafte Äpfel hervorbringt, hat sich leider herausgestellt, dass sie für die Kragenfäule recht anfällig ist. Diese Krankheit wird von einem Pilz hervorgerufen. Viele Experten empfehlen daher inzwischen eine Zwischenveredlung mit einer wenig krankheitsanfälligen Sorte. Die Sporen des Pilzes gelangen vom Boden über das Spritzwasser an die Rinde, der Erreger dringt dann über Wunden in den Stamm ein. Daher sollte der Stamm vor Verletzungen geschützt werden - wie durch einen Kalkanstrich. Krankes Fallobst muss immer sofort aufgelesen werden, damit sich die Keime nicht weiter verbreiten können. Entscheidend ist auch, dass die befallenen Äste großzügig ausgeschnitten werden. Das sollte im Sommer geschehen. Allerdings beeinträchtigt das Ausschneiden des Stammes das Baumwachstum, weil dann Leitbahnen unterbrochen werden. Hat sich der Stamm rundum schon violett verfärbt, ist der Baum verloren. Ist dies nicht der Fall, sollte der Boden rund um den Stamm großzügig mit Kompost versorgt werden, so kann der Baum die Krankheit und den Schnitt leichter verkraften.

Ficus mit Spinnmilben

Die Blätter der Birkenfeige (Ficus benjamina) von Olaf Dierksen verfärben sich immer mehr und werden zunehmend gelb. An den Zweigen kann man feine Gespinste erkennen.

AGNES PAHLER: Spinnmilben haben die Pflanze befallen, man nennt sie auch die "Rote Spinne". Die winzigen Spinnentiere verstecken sich unter Schuppen und in feinen Ritzen, daher erreicht man sie mit den üblichen Spritzmitteln kaum. Deshalb hilft das oft empfohlene Abbrausen in diesem Fall nicht. Man kommt den Schädlingen nur mit einem Wirkstoff bei, der über die Wurzeln aufgenommen und dann von der Pflanze über die Leitbahnen weiter transportiert wird. So ein Wirkstoff ist in den Combistäbchen Lizetan enthalten, die man einfach in die Erde steckt. Spinnmilben treten vor allem bei trockener Zimmerluft häufig auf. Sie vermehren sich weniger gut, wenn die Pflanzen - vor allem im Winter - häufig mit Wasser besprüht werden.