Ulm Konsolen-Konkurrenten im Vergleich: Playstation gegen Xbox

Schlicht und kühl wirken die beiden Spielkonsolen Playstation 4 von Sony (links) und Xbox One von Micrsoft. Foto: Laif
Schlicht und kühl wirken die beiden Spielkonsolen Playstation 4 von Sony (links) und Xbox One von Micrsoft. Foto: Laif
Ulm / GABRIEL BOCK 14.12.2013
Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft startete Ende November der Verkauf der Spielkonsolen Playstation 4 und Xbox One in Deutschland. Im Test zeigen sich große Unterschiede zwischen den Geräten.

Hält man die Sony Playstation 4 (PS4) - erstmals in der Hand, kann man ein schlicht designtes Gerät begutachten. Das Gehäuse der Konsole wirkt solide und hochwertig. Es kann hochkant und flach liegend aufgestellt werden. Die Playstation weist vorn zwei USB 3.0 Anschlüsse auf. Dazu gibt es Lan, Wlan, Bluetooth und eine 500 GB Festplatte. Das Sony-Gerät kostet 399 Euro.

Spiele laufen auf der PS4 in1080p Auflösung. Für Konsolen ist die Grafik wirklich toll und ansprechend, wer aber anspruchsvolle PC-Titel spielt, wird über das Ergebnis höchstens amüsiert sein. An die Schärfe, Brillanz und Authentizität der PC-Grafikchips kommt die Konsole nicht heran.

Neben den Spielehighlights des Herbsts gibt es für die PS4 auch Exklusivtitel wie etwa Killzone: Shadow Fall. Die sind allerdings nicht sonderlich spannend oder abwechslungsreich, dafür graphisch sicherlich einige der schönsten auf dem Konsolenmarkt. Ihre Leistung erzeugt die PS4 mit einem Achtkernprozessor von AMD und einem 8 GB Arbeitsspeicher.

Der neue Controller wirkt sauber verarbeitet und fühlt sich auch bei längerem Spielen noch gut an. Neu ist ein in der Mitte angebrachtes Touchpad. Das ist zwar cool, die Einbindung in die Spiele ist aber oft recht umständlich. Pluspunkte gibt auch das im Gehäuse verbaute Netzteil und ein ruhig laufendes Blu-ray-Laufwerk. Multimediamäßig bringt die PS4 eher wenig auf die Waage, muss sie auch nicht, sie richtet sich vor allem an Intensivzocker.

Dass sich das bei der Xbox One - anders verhält, zeigt bereits die Tatsache, dass es sie nur mit dem Kinectsensor 2.0 zu kaufen gibt. Der nimmt mit Mikrofonen, Kameras und einem Infrarotsensor Bewegungen, Sprache und Gefühlslage der Spieler auf. Kostenpunkt: 499 Euro.

Nimmt man die Konsole in die Hand, fällt das deutlich größere Gehäuse als bei PS4 auf. Insgesamt sieht die Hardware aber passabel aus und wirkt sehr stabil. Im Gegensatz zur PS4 kann die Xbox nicht aufrecht platziert werden und nimmt mit dem externen Netzteil noch mehr Platz weg. Das Laufwerk ist kaum zu hören und auch die Lüfter benehmen sich anständig. Der neue Controller wirkt wuchtiger als bei der PS4 und hat sich gegenüber dem 360-Modell kaum verändert. Eigentlich braucht man den aber sowieso nur beim Spielen. Ansonsten lässt sich die Xbox One sehr einfach mit deutscher Sprache und simplen Gesten steuern.

Angetrieben wird die Microsoft-Konsole vom gleichen Prozessor wie das Sony-Gerät. 8 GB Arbeitsspeicher und eine 500 GB Festplatte sind ebenfalls vorhanden. Leider bringt es die Xbox nur auf eine Auflösung von 720p, die gelegentlich auf 1080p hochgerechnet werden. Der Exklusivtitel Forza 5 ist beispielsweise, durchaus nett anzuschauen, gegen vergleichbare PS4- und PC-Titel fällt er aber klar ab.

Eigentlich sind die Spiele bei der Xbox mittlerweile nur noch Zubehör zu einem Multimediagerät erster Klasse. Die einfachen Sprachbefehle ermöglichen ein schnelles Umschalten zwischen Spielen, Internet, Musik, Videos und dem aktuellen Fernsehprogramm. Dank eines HDMI-Einganges kann die Xbox auch externe Geräte durchschalten.

Fazit: Für Gamer dürfte die PS4 nicht zuletzt wegen des Preis- und Grafikaspektes die interessantere Konsole sein. Die Xbox glänzt dagegen durch die Integration verschiedenster Multimediasysteme und richtet sich mit Kinect an Fans von Spielen mit Bewegung.

Hinweis der Redaktion: Die Auflösung beträgt 1080p und nicht wie im Text ursprünglich geschrieben 1024p. Vielen Dank für diesen Hinweis eines Lesers! (geändert am 17. Dezember 2013)