Kommentar: Unicorns rücken ein Stück näher

GUIDO SEYERLE 22.06.2015

Es ist kein Happy-End, das die Unicorns am Samstagabend in Braunschweig erleben. So einige von ihnen hatten darauf gehofft, erstmals in der Vereinsgeschichte den Eurobowl zu gewinnen. Doch noch sind die Löwen und die Einhörner nicht gleichwertig. Dies betrifft vor allem die Offense. Viele Pässe von Quarterback Marco Ehrenfried kommen nicht an, weil die Passfänger zu nervös sind. Das ist auch kein Wunder. Moritz Böhringer beispielsweise ist erst 21 Jahre alt, er spielt seine erste Bundesligasaison. In der Südgruppe reicht es ihm schon oft zu beeindruckenden Läufen. Beim Eurobowl meldet ihn die Lions-Defense komplett ab. Aber ihm und weiteren Unicorns wie Aurieus Adegbesan gehört die Zukunft. Wenn die Unicorns so weitermachen, werden sie am 10. Oktober erneut nach Berlin fahren und um den Germanbowl kämpfen. Der Endspielgegner dürfte mit großer Wahrscheinlichkeit Braunschweig heißen. Dass man den Löwen ein Stück näher gerückt ist, zeigt die gewonnene zweite Halbzeit im Eurobowl. Mit weiter zunehmender Erfahrung seiner Spieler wird Head Coach Siegfried Gehrke irgendwann den ersten Sieg über die Lions feiern - vielleicht schon bei der nächsten Begegnung im Germanbowl.