Handball Knifflige Aufgabe im Erzgebirge

Kurz nach Weihnachten steht für Valentin Schmidt (links) und die SG BBM das Duell beim EHV Aue auf dem Programm.
Kurz nach Weihnachten steht für Valentin Schmidt (links) und die SG BBM das Duell beim EHV Aue auf dem Programm. © Foto: Avanti
Bietigheim-Bissingen / Andreas Eberle 27.12.2016

Wie die Handballer der SG BBM Bietigheim die Weihnachtsgans – und auch die jüngste 24:26-Heimniederlage im Verfolgerduell gegen den TV Hüttenberg– verdaut haben, wird sich an diesem Dienstag (19 Uhr) zeigen. Am 18. Spieltag der Zweiten Bundesliga ist der Tabellendritte aus dem Enztal beim EHV Aue in der Erzgebirgshalle Lößnitz zu Gast.

Die Sachsen sind nach einem kolossalen Fehlstart und einem Trainerwechsel auf dem Weg nach oben und haben sich mittlerweile vom letzten Platz auf Rang zwölf verbessert. Seit der bisherige Co-Trainer Stephan Swat, der Ende November seinen bisherigen Chef Maik Handschke ablöste, das Sagen hat, läuft es beim EHV wesentlich besser. Unterstützt wird Swat dabei vom tschechischen Ex-Nationalspieler Petr Hazl, der ihm als Assistent zur Seite steht. Zuletzt feierte das Team unter dem neuen Gespann drei Siege in Folge. Speziell im Angriff ist bei den Sachsen inzwischen der Knoten geplatzt, wie die 95 Treffer aus den letzten drei Begegnungen zeigen. „Aue ist keine Mannschaft, die um die Abstiegsplätze spielt. Die Siege haben der Mannschaft viel Selbstvertrauen gegeben“, urteilt SG-Trainer Hartmut Mayerhoffer.

Manko ist Chancenverwertung

Bei seiner Mannschaft zeigt die Tendenz im Jahresendspurt dagegen nach unten, was die jüngsten Ergebnisse anbelangt. Aus den vergangenen drei Partien holten die Bietigheimer nur einen Punkt, weshalb die Spielgemeinschaft ihre lange verteidigte Tabellenführung einbüßte und auf Rang drei abrutschte. Allerdings zählen die letzten drei Gegner aus Eisenach, Nettelstedt-Lübbecke und Hüttenberg auch zu den Topklubs der Liga. „Das waren starke Gegner, keine Frage. Unser Manko war aber die Chancenverwertung. Wir haben nicht schlechter gespielt als in den Spielen davor und waren auch in diesen drei Partien nicht das schlechtere Team“, sagt Mayerhoffer, der aber auch einen gewissen Substanzverlust einräumt: „Natürlich ist die Saison lang gewesen. Wir haben einen kleinen Kader, da nehmen die Wehwehchen zu.“

Er und seine Schützlinge lagen über Weihnachten nicht auf der faulen Haut, sondern haben am Montag mit Blick auf das Duell in Aue noch einmal in der Sporthalle am Viadukt trainiert. An diesem Dienstag macht sich der Bietigheimer Tross nun um 11.30 Uhr auf den Weg in Richtung tschechische Grenze – ein stolzer 400-Kilometer-Trip.

Bei der SG sind alle Handballer fit. Auch der isländische Nationaltorhüter Aron Edvardsson hat seine Oberschenkelzerrung inzwischen auskuriert. Die Auer bangen dagegen um den Einsatz von zwei Schlüsselspielern: Janar Mägi und Philip Jungemann fehlten die gesamte Woche wegen einer Erkältung. Ob das Duo auflaufen kann, entscheidet sich am Spieltag. Andreas Eberle

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