Knapp 90 Euro für eine Truhe virtueller Juwelen - manche Spiele-App für Smartphones und Tablet-Computer wie "Clash of Clans" kann teuer werden. Dies schreibt die Zeitschrift Computerbild.

Häufig sind Kinder im Visier der Entwickler. So hat ein Sechsjähriger innerhalb einer Spielsitzung der Kinder-App "Smurfs" von Capcom über 3000 Euro für "Schlumpfbeeren" ausgegeben, weil sich damit das virtuelle Schlumpfdorf verschönern lässt. Das ist längst kein Einzelfall. Sogar der US-Senat musste sich schon mit "Schlumpfbeeren" beschäftigen.

Zwar hat Apple nach diversen Rechtsstreitigkeiten mit Elternverbänden ein Einsehen und zeigt in den App-Beschreibungen an, wenn In-App-Käufe möglich sind. Außerdem ist ein Passwortschutz aktiv. Doch das reicht längst nicht aus, denn das Passwort bleibt 15 Minuten nach Installation einer App im Hintergrund aktiv - das kann teuer werden.

Noch schlimmer ist es bei anderen App-Stores wie dem Play Store von Google. Denn diese weisen noch nicht einmal in der App-Beschreibung auf die Kosten hin. Derzeit lassen sich die Käufe innerhalb der Apps nur bei iOS-Geräten stoppen. Eltern sollten sich im Falle von unerwünschten Käufen ihrer Kinder zudem sofort an den App-Store-Betreiber wenden und die Rückbuchung des Geldes verlangen. Oft zeigen sich die Anbieter kulant.