IPhone mit Doppelblitz

Buntes Doppelpack: Mit den iPhone-Modellen 5s (links) und 5c brachte Apple zum ersten Mal zwei Smartphones gleichzeitig auf den Markt. Foto: dpa
Buntes Doppelpack: Mit den iPhone-Modellen 5s (links) und 5c brachte Apple zum ersten Mal zwei Smartphones gleichzeitig auf den Markt. Foto: dpa
DPA 05.10.2013
Apple hat sein iPhone-Flaggschiff nicht durch einen Nachfolger abgelöst, sondern durch zwei Modelle. Im Praxistest sieht man, dass Apple vor allem die Kamerafunktion entscheidend verbessert hat.

Unter den Neuerungen des Spitzenmodells iPhone 5s von Apple ragen zwei heraus: Die Kamerafunktion hat sich entscheidend verbessert. Außerdem steckt unter dem Home-Button des iPhone 5s ein Fingerabdruckleser, mit dem sich Daten des Smartphones einfacher schützen lassen sollen.

Im iPhone 5s erreicht die iSight-Kamera nun eine Blende von f/2.2, mit der das Smartphone auch abends bei Kerzenschein beeindruckend gute Fotos aufnehmen kann. Bei wenig Licht und ohne zugeschalteten Blitz nimmt das iPhone 5s vier Bilder hintereinander auf und fügt sie zu einem Motiv zusammen.

Eine echte Innovation legt Apple mit dem neuen Doppelblitz vor, der aus zwei verschiedenfarbigen LEDs besteht. Damit kann das 5s je nach Bedarf die Farbtemperatur des Blitzes verändern und an die Umgebung anpassen. Dieses Feature gibt es derzeit noch nicht einmal bei ausgewachsenen Digitalkameras.

Eine Premiere bietet Apple außerdem mit einer Zeitlupenfunktion für die Video-Aufnahme. In diesem Modus nimmt das 5s statt der üblichen 30 Bilder pro Sekunde 120 auf. Unter dem Strich kann man sagen, dass Apple mit dem iPhone 5s den Anspruch erhebt, das bislang beste Kamera-Smartphone entwickelt zu haben. Schlagzeilen schon vor dem Marktstart machte der neue Fingerabdruckscanner, den Apple "Touch ID" nennt. Die Funktion soll die Besitzer eines iPhones dazu bewegen, die Inhalte ihres Smartphones besser zu schützen, das billigere Modell 5c hat sie nicht.

Für den deutschen Markt besonders relevant sind die überfälligen Verbesserungen beim Mobilfunknetzes der vierten Generation (LTE). Das iPhone 5 konnte nur im Netz der Deutschen Telekom eine LTE-Verbindung aufbauen. Theoretisch kann man mit dem iPhone Daten mit Geschwindigkeiten nun von bis zu 100 Megabit pro Sekunde in einem LTE-Netz übertragen.

Wie beim Vorgängermodell lässt sich Apple das Objekt der Begierde gut bezahlen. Ohne Vertrag kostet das iPhone 5s in der Variante mit 16 Gigabyte (GB) 699 Euro, für die Version mit 32 GB verlangt Apple 789 Euro, bei 64 GB 899 Euro. Das bunte Einsteigermodell 5c, das mit 16 und 32 Gigabyte angeboten wird, kostet jeweils 100 Euro weniger.