Amstetten INTERVIEW: Amstetter dominieren die Union

Gerhard Klingel will Union mit Königsbronn erhalten.
Gerhard Klingel will Union mit Königsbronn erhalten. © Foto: Markus Sontheimer
THOMAS FRIEDRICH 19.09.2012
In der Kampfgemeinschaft mit Königsbronn geben seit diesem Jahr die Amstetter Ringer den Ton an, sie sind jetzt Hauptnamensgeber der Verbandsliga-Staffel. Abteilungsleiter Gerhard Klingl erklärt den Grund.

Herr Klingl, seit dieser Saison heißt die Kampfgemeinschaft in der Verbandsliga nicht mehr KG Königsbronn-Amstetten. Jetzt stehen die Amstetter als Namensgeber vorn und die Ostälbler hinten. Was ist passiert?

GERHARD KLINGL: Beim Zusammenschluss vor sechs Jahren waren wir Amstetter die Kleinen. Wir rangen in der Bezirksklasse vor fünf bis 20 Zuschauern und wollten lieber in der zweiten Königsbronner Mannschaft kämpfen als so weiterzumachen.

Und was hat sich jetzt geändert?

KLINGL: Es wurden im Lauf der Jahre immer weniger Königsbronner, stattdessen hat die KG Amstetten in die erste Mannschaft integriert. In den ersten beiden Kämpfen rang mit Klaus Janitschek nur noch ein Königsbronner mit, mehr als zwei oder drei werden es diese Saison nicht.

Und wer das Personal stellt, bestimmt auch den Namen?

KLINGL: Die dominierende Mannschaft ist mittlerweile nun mal der AC Amstetten, deswegen haben wir den Namen in KG Amstetten-Königsbronn geändert. Unsere zweite Mannschaft hat dafür sogar auf den Aufstieg verzichtet.

Wie das?

KLINGL: Wir wurden Meister der Landesklasse und wären in die Landesliga aufgestiegen. Da aber unsere besten Ringer jetzt in der Verbandsliga-Mannschaft gebraucht werden, fangen wir mit der Zweiten wieder ganz unten in der Bezirksklasse an.

Wieso sind es immer weniger Königsbronner Ringer im Team, gab es Streit?

KLINGL: Nein, überhaupt nicht. Vor vier fünf Jahren wollten die Königsbronner ganz oben angreifen und haben zu ihrer ohnehin schon starken Riege drei Polen geholt. Das kostete ordentlich Geld. Mittlerweile sind nur noch zwei Ausländer erlaubt. Das Geld wurde knapp und so haben sie die Polen weggeschickt und stattdessen immer mehr Amstetter eingebaut.

Wäre es da nicht sinnvoller, gleich wieder unter dem Namen AC Amstetten an den Start zu gehen?

KLINGL: Einige würden das vielleicht lieber sehen, ich persönlich bin aber dagegen.

Warum?

Wir haben in Amstetten Probleme, die Aurainhalle jederzeit zu bekommen. An manchen Tagen können wir unsere Heimkämpfe dort nicht austragen, weil die Halle anderweitig belegt ist. Da sind wir froh, nach Königsbronn ausweichen zu können.

Sie brauchen die Königsbronner also nur noch der Halle wegen?

KLINGL: Und wegen Janitschek. Außerdem wird Mitte Oktober bei uns ein Ausländerplatz frei, weil Marius Slavu zurück in seine Heimat geht. Er ist in Rumänien Polizist und kämpft nur in seinem Jahresurlaub für uns. Wenn er weg ist, werden wir vielleicht einen der beiden Polen reaktivieren.

Um den Abstieg zu verhindern? Bislang hat die Mannschaft beide Kämpfe verloren.

KLINGL: Es gibt nur einen Absteiger. Wir werden Schwäbisch Hall und Musberg II, eventuell auch KV Stuttgart 95 hinter uns lassen und drinbleiben.