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Crailsheim / SWP  Uhr
Erst am 2. Mai wissen die Merlins, ob sie die Lizenz für die Basketball-Bundesliga (BBL) bekommen. Martin Romig hofft, dass dann die Region mitzieht.

Wie groß ist die Chance, dass Crailsheim die sportliche Qualifikation für die Basketball-Bundesliga gelingt?
MARTIN ROMIG: Die beiden Sieger der Play-off-Halbfinals haben sich sportlich für die BBL qualifiziert. Am 2. Mai gibt die Junge Liga dann bekannt, wie das Lizensierungsverfahren ausgegangen ist.

Könnte das Szenario passieren: Die Merlins schaffen die sportliche Qualifikation, bekommen aber keine BBL-Lizenz?
Jan Pommer, der Geschäftsführer der BBL GmbH, war am Mittwoch in Crailsheim. Wir haben auch darüber geredet. Es sind ja viele Formalitäten zu beachten und der Gutachterausschuss kann Nachfragen stellen.

Wo könnte der Knackpunkt liegen?
Die Vereine müssen einen richtigen Maßnahmenkatalog erfüllen. Da geht es um das Budget, die Teilnahme an der Jugend-Bundesliga, die Anzahl der hauptamtlichen Mitarbeiter, die Hallensituation und so weiter. Bei den momentan vorgelegten Zahlen dürften wir noch etwas Luft haben.

Angenommen, die Merlins erhalten die Lizenz: Nehmen sie diese dann auch an?
Wir müssen uns die Frage stellen: Zieht die ganze Region mit? Man kann auf dieser Ebene nur überleben, wenn das Marketing, das Ticketing und so vieles mehr passen. Zehn Jungs, die gut Basketball spielen können, werden wir immer finden. Derzeit sind wir die Nummer 20 in Deutschland. Wir müssen uns deshalb fragen: Wo wollen wir hin? Zwischen 13 und 25? Dann sind wir eine Fahrstuhlmannschaft.

In welcher Halle würden die Merlins spielen?
Wir müssten wohl aus unserem Wohnzimmer, der Hakro-Arena, raus. Aber wir können ja nicht jedes Mal die Arena Hohenlohe in Ilshofen umbauen. (kleine Pause) Die anderen Aspekte wären nicht so problematisch. Wobei man sehen muss: Wir hätten den kleinsten Etat in der BBL. Dann könnte es sein, dass wir nach einer Runde wieder absteigen müssen. Wir dürfen deshalb nicht alles auf Kante nähen. Es ist besser, wenn wir nach dem Vorsichtsprinzip vorgehen.

Die Fragen stellte Guido Seyerle.