Ingersheim / MICHAEL BOSCH  Uhr
Der FV Ingersheim holte am zwölften Spieltag der Fußball-Landesliga das zweite Remis. Weil die Konkurrenz aber siegt, ist das fast zu wenig. Die Spvgg 07 Ludwigsburg ist seit fünf Spielen ungeschlagen.

Der FV Ingersheim steckt weiter im Landesliga-Tabellenkeller fest. Zwar holte die Mannschaft von Trainer Sven Damnig gegen den TSV Eltingen einen wichtigen Punkt, das 0:0-Unentschieden wird aber durch den überraschenden Sieg des bis dato punktgleichen TV Oeffingen, der gegen den TSV Crailsheim mit 3:2 gewann, etwas entwertet. "Über den Sieg der Oeffinger waren wir etwas überrascht", musste auch Sven Damnig zugeben, "aber wir schauen eigentlich nur auf uns." Damnig sah, dass sein Team gegen Eltingen verbessert auftrat, als in den Spielen zuvor. Der FVI war im ersten Durchgang feldüberlegen und hatte vier große Chancen vor der Pause. Kleonikos Priftis wurde zudem ein Elfmeter verwehrt, als er im Strafraum einen Ellbogencheck kassierte.

Nach dem Seitenwechsel ließen die Ingersheimer dann aber nach, Eltingen hatte mehrere Möglichkeiten in Führung zu gehen. In der Schlussphase fing sich der Tabellenletzte dann aber wieder. Bashkim Susuri, der eingewechselte Ioannis Tsiloglanidis und Fabio Giunta hatten die Möglichkeiten, den zweiten Ingersheimer Saisonsieg unter Dach und Fach zu bringen. Ein Tor erzielte am Ende aber keiner. "Wir haben ein bisschen an Stabilität gewonnen", sagte FVI-Coach Damnig, "es sieht so aus, als ob wir mit kleinen Schritten vorwärts kommen." Der Weg für sein Team wird in jedem Fall lang. Mit fünf Punkten aus zwölf spielen stehen die Ingersheimer immer noch am Tabellenende.

Die Spvgg 07 Ludwigsburg eilt weiter von Sieg zu Sieg. Gegen den TSV Münchingen feierte das Team den siebten Saisonsieg im zwölften Spiel. Die Nullsiebener holten aus den vergangenen fünf Partien vier Siege, nur gegen Rutesheim gab es ein torloses Unentschieden. Bemerkenswert dabei: In allen fünf Spielen blieben die Ludwigsburger ohne Gegentor. Gegen Münchingen reichten fünf Minuten, um die Partie zu entscheiden. Am Ende stand ein ungefährdeter 2:0-Sieg. "Bei uns läuft es im Moment", sagte Trainer Marco Fischer.

In einer zunächst zähen Partie hatte Ludwigsburg durch Marco Schulz zwei gute Möglichkeiten vor der Pause. Ein Tor durch Nico Scimenes (17.) wurde wegen Abseits nicht gegeben, zur Pause stand es deshalb 0:0. "Die erste Halbzeit hat gezeigt: Kein Spiel wird einem geschenkt", stellte Fischer fest.

Nach der Pause sorgten die Ludwigsburger für klare Verhältnisse. Nur eine Minute nach Wiederanpfiff beförderte Anton Pelipetz einen Eckball in den Münchinger Strafraum, Schulz köpfte aufs Tor. TSV-Torhüter Michael Quattlender bekam den Ball zwar zu fassen, da hatte dieser die Torlinie aber schon in vollem Umfang überquert. Schiedsrichter-Assistent Daniel Röbbeling entschied auf Tor für die Schwarz-Gelben. Nur fünf Minuten später sorgte Patrik Ribeiro-Pais für die Entscheidung. Eine Flanke von Sebastian Rief konnte Scimenes noch nicht verwerten, Ribeiro-Pais stand aber goldrichtig und beförderte den Abpraller zum 2:0-Endstand in den Münchinger Kasten.

Der SV Salamander Kornwestheim steckt in der Krise. Auch beim SV Fellbach gelang es der Mannschaft von Trainer Markus Fendyk nicht, einen Befreiungsschlag zu landen. Dem SVF reichte am Ende ein einziger Treffer zum 1:0-Sieg. Die Gäste bekamen in der Offensive erneut nichts zustande. "Vorne läuft bei uns im Moment nichts zusammen", gab Fendyk zu. Und in der Defensive leistete sich sein Team wieder einen Fehler zu viel. Philipp Röseke erzielte den spielentscheidenden Treffer. Die Kornwestheimer stehen nach der neunten Niederlage nach zwölf Spieltagen weiter auf einem Abstiegsplatz.