Schwäbisch Hall Inarkiev in blendender Form

Ernesto Inarkiev (rechts) bei der Begegnung im Dezember gegen die OSG Baden-Baden. Sein Kontrahent Rustam Kasimdzhanov war 2004 Weltmeister des Verbands Fide. Archivfoto: Achim Köpf
Ernesto Inarkiev (rechts) bei der Begegnung im Dezember gegen die OSG Baden-Baden. Sein Kontrahent Rustam Kasimdzhanov war 2004 Weltmeister des Verbands Fide. Archivfoto: Achim Köpf
Schwäbisch Hall / HARTMUT RUFFER 20.02.2015
Auf den Schachklub Schwäbisch Hall kommen in der Bundesliga am Wochenende starke Gegner zu. In München trifft Hall zunächst auf Emsdetten. Gegen Werder Bremen geht es um Rang 2 in der Tabelle.

Der Aufsteiger gibt sich selbstbewusst: Turm Emsdetten liegt nur einen Zähler hinter Schwäbisch Hall, doch SK-Mannschaftsführer Harald Barg redet im Vorfeld Klartext: "Ein Sieg ist Pflicht, wenn wir unseren hohen Ansprüchen und Zielen gerecht werden wollen. Das weiß auch die Mannschaft."

Der SK Hall will sich für den Europapokal qualifizieren. Dafür muss er mindestens Vierter in der Bundesliga werden - ein Ausrutschen gegen Emsdetten wäre für die europäischen Ambitionen fatal. Auch deshalb schickt der SK Hall eine starke Mannschaft ins Kulturhaus nach Milbertshofen, wo die Spiele stattfinden. Sechs Großmeister sind dabei. Einen Namen gibt Barg im Vorfeld preis: Ernesto Inarkiev.

Der 29-jährige kirgisisch-russische Großmeister ist derzeit blendend in Form. Er gewann vor wenigen Tagen die exzellent besetzten Moskau Open, eines der renommiertesten Turniere weltweit: In neun Partien siegte er siebenmal, zudem spielte er zweimal Remis. Inarkiev, der von seinen Eltern nach Ernesto "Che" Guevara benannt wurde, hat noch einen weiteren Grund am Wochenende besonders motiviert zu sein. Dank seines Erfolgs in Moskau kann er am Samstag wieder über die Marke von 2700 Elo-Punkte klettern und damit in den Kreis der "Supergroßmeister" zurückkehren. 2012 hatte er das bereits einmal geschafft (2707 Elo-Punkte).

Am Sonntag heißt der Gegner Werder Bremen. Die Hanseaten spielen eine starke Runde, haben Serienmeister OSG Baden-Baden ein 4:4 abgerungen - und sind immer noch in Lauerstellung. Wenn Baden-Baden patzen sollte, will Werder da sein.

Harald Barg sieht Hall gegen Bremen "minimal als Außenseiter". Die Mannschaft sei hochmotiviert, schließlich will sie nach teilweise unglücklichen Aktionen beim letzten Kampf in Trier etwas gutmachen.

Die Spieler des SK Hall werden in München von einigen Fans unterstützt. Mehr als zehn "Schlachtenbummler" seien mit dabei, so Barg. Im Schach ist eine solche Anzahl eine Seltenheit.

Info Turm Emsdetten - SK Hall, Samstag 14 Uhr

Werder Bremen - SK Hall, Sonntag, 10 Uhr

Alle Spiele live im Internet unter

bundesliga.liveschach.net

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