Anzeige Implantologie – was ist machbar?

FRANZISKA REINDL 11.03.2014
ein Grundbedürfnis. Geht es verloren, vermindert sich die Lebensqualität deutlich. Das muss nicht sein. Implantate sind ein stabiler Zahnersatz.

Auch in hohem Alter oder trotz einer Erkrankung sollte ein genussvolles Leben möglich sein. Die Implantologie, ein Teilbereich der Zahnheilkunde, bietet eine gute Möglichkeit, erkrankte Zähne adäquat zu ersetzen.
Laut der Bundeszahnärztekammer ist die Implantattherapie eine stabile, funktionstüchtige und langfristig erfolgreiche Maßnahme mit hohem Patientenkomfort. Der „kaputte“ Zahn wird gezogen und samt der Wurzel vollständig entfernt. Anschließend wird in die Zahnlücke ein Zahnimplantat eingesetzt. Das Implantat ist der Träger für den eigentlichen Zahnersatz und kann in seiner Funktion als künstliche Zahnwurzel betrachtet werden. Es wird direkt in den Kieferknochen eingesetzt.

Ein Implantat ist  stabil und funktionstüchtig

Implantate bestehen seit den 1980er-Jahren meist aus Titan oder Keramik. Sogenannte Schraubenimplantate aus Titan sind im Querschnitt kreisrund, so dass sie beispielsweise mit einem Kanonenbohrer in den Kieferknochen präpariert werden können. Dieses Vorgehen belastet den Patienten nur gering und auch Komplikationen bei der Wundheilung sind bei dieser Methode selten. Ein weiterer Vorteil: Durch das Gewinde setzen sich die Implantate schnell im Knochen fest, was wiederum die Einheilzeit verkürzt, da nur wenig Knochengewebe nachwachsen muss. Teilweise wird bei Implantaten zusätzlich die zylindrische Grundform nach unten hin verjüngt, so dass eine konische Form entsteht. Dadurch kann das Implantat noch besser und schonender in den Knochen eindringen.
In der Regel werden die Zahnimplantate aus Reintitan hergestellt. Der Grund liegt in der Biokompatibilität von Titan. Das heißt, dass Implantate aus Reintitan keine allergischen oder Fremdkörperreaktionen auslösen. Zudem geht Titan eine direkte molekulare Verbindung mit dem Knochen ein. Es gibt neben Schraubenimplantaten noch viele weitere Arten, wie zum Beispiel HohlzylinderImplantate, Blattimplantate, Schmalkieferimplantate und Keramikimplantate, um nur ein paar zu nennen. Wichtig ist die jeweilige Krankengeschichte des Patienten. Denn jeder Kiefer ist individuell beschaffen. Auf Implantologie spezialisierte Zahnärzte wissen genau, welches Implantat wann und vor allem wie eingesetzt werden muss, so dass der Patient wieder herzhaft in einen Apfel beißen kann.

Behandlung mit kombinierten Implantaten

In der Implantologie haben sich zusammengesetzte Implantate durchgesetzt. In einem ersten chirurgischen Eingriff – meist ambulant und mit örtlicher Betäubung – wird das Implantat in den Knochen eingesetzt. Die Wundheilung erfolgt häufig unsichtbar und geschützt unter der Schleimhaut. In einer zweiten Operation wird der sogenannte Pfosten des Implantats freigelegt, auf ihm wird schließlich die fertige Krone platziert. Aufgrund der vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten zwischen dem Wurzel- und Kronenanteil kann das Implantat auf diese Weise bestmöglich angepasst werden. Zuerst wird das Implantat in den Knochen eingesetzt und erst wenn die Wundheilung vollständig abge­schlossen ist, wird die Krone eingesetzt. Den Übergang bildet ein provisorischer Zahnersatz. Der zeitliche Abstand zwischen den Behandlungen sorgt dafür, dass das Implantat erst belastet wird, wenn es vollständig im Knochen verankert ist.


Wann ist es sinnvoll?

  • Wenn nebenstehende, gesunde Zähne nicht beschliffen werden sollen, oder damit vorhandene Kronen und Füllungen nicht entfernt werden müssten.
  • Wenn aufgrund der Größe oder Lage der Zahnlücke alternativ nur ein herausnehmbarer Zahnersatz in Frage kommt.
  • Zwischen den Zähnen aus ästhetischen Gründen keine Lücke sein soll.
  • Herausnehmbarer Zahnersatz oder totale Prothesen funktionelle Probleme bereiten.
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