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Ulm / 14.09.2015
Kinder, sagen Experten, sollten den Schulweg möglichst ohne Eltern zurücklegen. Haben sie recht?

PRO Selbstverständlich haben sie recht. Erstklässler und Grundschüler lernen auf dem Schulweg erstmals, selbstständig und eigenverantwortlich zu handeln. Die Strecke ohne Eltern zurückzulegen, ist für Schulanfänger ein prägendes Erfolgserlebnis. Und sie machen sich ja in aller Regel nicht allein auf den Weg: Meist gibt es Mitschüler, die das selbe Ziel haben. Da entsteht Austausch ohne elterliche Fürsorge, manchmal sogar Freundschaft. Übervorsichtige Mamas und Paps sollten diese Entwicklung nicht behindern.lt

CONTRA Aha, überbehütend! Diesen Vorwurf handeln sich Eltern ein, die ihre Kinder zur Schule bringen. Dabei hat unser Leben wenig mit jenem im lustigen Bullerbü – etwa mit vielen Freunden zur Schule gehen – zu tun. In unserer Wirklichkeit gibt es Morgen für Morgen gehetzte Rad- wie Autofahrer. Der Zeitpunkt, wann ein Kind nicht mehr zur Schule begleitet werden soll, soll das Kind bestimmen und nicht Eltern, Nachbarn oder allwissende Lehrer. Wann ein Kind sich den Schulweg zutraut, das weiß am ehesten das Kind. ate