Bei einem Hubschrauberabsturz im Norden Baden-Württembergs sind drei Menschen ums Leben gekommen. Der Helikopter vom Typ Robinson R 44 stürzte am Sonntagnachmittag über einem Wald in Buchen in der Nähe der Grenze zu Hessen und Bayern ab. Die Hintergründe waren zunächst unklar. Die Polizei sucht nun nach Hinweisen zur Identität der Verunglückten und versucht zu ermitteln, wie viele Menschen an Bord waren.
„Das Trümmerfeld ist riesig“, sagte ein Polizeisprecher vor Ort. Es erstrecke sich über mehrere hundert Meter mitten im Wald.

Erste Hinweise zur Identität der Toten

Bei den Ermittlungen zur Identität der Toten ist die Polizei bereits weitergekommen: Der Helikopter war den Angaben nach im mittelfränkischen Herzogenaurach gestartet. Kurz vor 13.00 Uhr stürzte er am Sonntag über einem Wald in Buchen - nahe der Grenze zu Hessen und Bayern - ab. Wenig später trafen Zeugen sowie Einsatzkräfte von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei an der Absturzstelle ein. Auch Spezialisten der Polizei, der Staatsanwaltschaft, der Rechtsmedizin und der BFU waren vor Ort.
Die weiteren Schritte zur Aufklärung des Unfalls werden wohl noch auf sich warten lassen. Oft brauchen die Ermittler nach solchen Ereignissen mehrere Tage, bis sie erste Vermutungen zur Unglücksursache veröffentlichen. Bis ein endgültiger Abschlussbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) vorliegt, vergehen meist mehrere Monate.

Hubschrauber-Unfälle passieren in Deutschland selten

Zahlreiche Einsatzkräfte waren an der Unfallstelle. „Die Situation ist enorm bedrückend“, sagte der Polizeisprecher. Die „Fränkischen Nachrichten“ berichteten online, auch der Bürgermeister der rund 18 000 Einwohner zählenden Stadt im Neckar-Odenwald-Kreis, Roland Burger, mache sich ein Bild von der Lage.
Hubschrauberunfälle sind nach Daten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung eher selten. Für das vergangene Jahr weist sie nur vier Unfälle mit Hubschraubern in der zivilen Luftfahrt in Deutschland aus, davon keiner mit Schwerverletzten oder Toten. 2019 gab es der Statistik zufolge fünf Hubschrauberunfälle mit insgesamt drei Schwerverletzten.