Wechsel vom Klein zum Fecker ist perfekt

Die Spatzen haben es schon seit geraumer Zeit von den Altstadt-Dächern gepfiffen, jetzt ist der Kneipenwechsel perfekt: Sandra Hirlinger und Pe Gantenbein-Mayer vom Café Klein übernehmen das Fecker.

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"Das Fecker", schwärmt Pe Gantenbein-Mayer, "ist die Kultkneipe von Hechingen. Jeder, der mit der Gastronomie im Kleinen zu tun hat, träumt vom Fecker." Diesen Traum erfüllt sich die 50-Jährige jetzt. Zusammen mit Sandra Hirlinger (42) übernimmt sie die traditionsreichste Hechinger Altstadtkneipe. Am Dienstag haben die beiden Frauen, die seit gut einem Jahr das Café Klein betreiben, den Pachtvertrag unterschrieben.

Den Wechsel vom Klein zum Fecker vollzieht das "Driem-Tiem", wie sich die beiden selber in eingeschwäbeltem Englisch nennen, zur Jahreswende. Der Plan steht: Am 30. Dezember gibt es noch eine große Jubiläumssause "20 Jahre Café Klein", an Silvester wird zusammengekehrt, die Tage danach sind für den Umzug reserviert, und am Dreikönigstag, dem 6. Januar, soll das Fecker mit einem Frühschoppen wiedereröffnet werden.

Für das Fecker ist der nahtlose Übergang von Tanja Gauss und Martin Schropp (der im Ebinger Hotel Linde die Direktion übernommen hat) zum Duo Hirlinger/Gantenbein eine gute Nachricht, noch völlig offen ist hingegen, ob Klein-Besitzer Rainer Bosch für sein gut gehendes Café neue Pächter finden wird. Was die Noch-Betreiberinnen inständig hoffen. "Alles andere wäre ewig schade, weil es einfach eine tolle Kneipe ist", sagt Sandra Hirlinger.

So scheiden die beiden Wirtinnen "mit einem lachenden und einem weinenden Auge" aus der Schulstraße. Doch Sandra Hirlinger räumt ein: "Als wir gehört haben, das Fecker wird frei, haben wir nicht lang überlegt." Das Fecker, so Pe Gantenbein, sei einfach "eine sichere Bank" - größer als das Café Klein, mit der Möglichkeit, "Events zu veranstalten" - und mit Küche. Das Duo freut sich darauf, dass "Showcooking am Zapfhahn" bald passé ist.

Was nicht heißt, dass die neuen Pächterinnen im Fecker mit "gehobener Gastronomie" weitermachen wollen. Ganz im Gegenteil: "Wir wollen einen Schritt weit zurück zum Ursprung", betont Sandra Hirlinger, "zum Fecker im alten Stil". Das heißt: Bierstengel und Eier auf die Tische, eine Vesperkarte und ein paar warme Gerichte, selbst gekochte Hausmannskost.

Was ebenfalls schon ausgemachte Sache ist: An der nächsten Fasnet wird das Fecker wieder auf haben. "Wir haben schon die ersten Reservierungen für die Fasnetstage", erzählt Sandra Hirlinger und fügt hinzu: "Wir hoffen auf eine Granatenfasnet, friedlich und für uns zu bewältigen."

Änderungen wird es auch bei den Öffnungszeiten geben. Zumindest für eine Testphase hat sich das neue Pächterinnenduo eine Sechs-Tage-Woche vorgenommen. Heißt: Täglich außer sonntags soll das Fecker ab etwa 17 Uhr offen sein. Auch die Samstagabendöffnung wollen Gantenbein/Hirlinger versuchsweise wieder angehen, auch wenn sie erst kürzlich das samstägliche Kneipenschließen in der Oberstadt auf das Café Klein ausgedehnt haben. Man will sehen, wie sich im neuen Lokal die Nachfrage entwickelt.

Generell setzen die neuen Pächterinnen darauf, dass viele Stammtische wieder Lust bekommen, im Fecker ihre Abende zu verbringen. "Davon", meint Sandra Hirlinger, "lebt das Fecker".

Für die nächsten gut drei Monate gilt die ganze Kraft der beiden aber dem Endspurt im Klein, der am 30. Dezember in ein "großes Musik- und Trinkevent" mit Band und Zelt münden soll - in Kooperation mit Klein-Gründer Rainer Bosch und Isa Krapfl. "Wir wollen", sagt Sandra Hirlinger, einen "Abschied mit Pauken und Trompeten".

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Kommentare

18.09.2014 16:07 Uhr

Das Fecker

Eine frohe Nachricht. Ich hoffe, dass es so wird wies frueher einmal war (wo mer halt en Fecker ganga isch).
Da komme ich gerne wieder nach Hechingen (vielleicht fuer ganz, wenn ich die passende Wohnung finde,
Rentner, im Moment noch in Spanien lebend). Zurueck in die Heimat, der Fecker ist ein Teil davon.

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