Mainz / DPA  Uhr

Wird ein Gebäude ans Strom- oder Erdgasnetz angeschlossen, kann das teuer werden. Je nach Region schwanken die Preise der Anbieter deutlich, wie eine Untersuchung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ergeben hat. Dennoch können Hausbesitzer mit guter Planung Geld sparen.

Netzbetreiber können vom Hauseigentümer die Erstattung der Kosten für den Anschluss verlangen. In Rheinland-Pfalz machten Anbieter der Untersuchung zufolge für den Gasanschluss zwischen 300 und rund 3600 Euro geltend, bei einer zehn Meter langen Leitung zwischen dem Hausanschluss und der Hauptleitung in der Straße. Für den Stromanschluss waren es zwischen null und 2300 Euro.

Lassen Grundstückseigentümer mehrere Anschlüsse auf einmal verlegen, gewähren Netzbetreiber manchmal Guthaben. Firmen können effizienter arbeiten, wenn etwa neben Gas- auch Strom- oder Wasserleitungen verlegt werden. Und auch wer die Gräben für Rohre selbst aushebt, können sparen.

Zusätzlich kann der Betreiber jedoch bei Strom-Anschlüssen mit über 30 Kilowatt einen Baukostenzuschuss für die Errichtung der örtlichen Verteileranlage verlangen. In der Praxis sind das nach Erfahrung der Verbraucherzentrale oft die Hälfte der anfallenden Kosten. Bei Gas werde der Zuschuss dagegen häufig nicht erhoben. Anbieter dürfen bis zu 50 Prozent der Kosten für die Erstellung oder Verstärkung des Gasnetzes vom Kunden verlangen.

Ist die Rechnung hoch, empfiehlt die Verbraucherzentrale Hausbesitzern, sie von der Schlichtungsstelle Energie prüfen zu lassen .

Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz: Netzanschlusskosten Stromnetz

Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz: Netzanschlusskosten Gasnetz

Bundesnetzagentur: Anschluss- und Baukosten

Schlichtungsstelle Energie