Wildwuchs Wildwuchs: Unkraut ist gar nicht so schlecht

Brennnesseln bedeuten: stickstoffreicher Boden. 
Brennnesseln bedeuten: stickstoffreicher Boden.  © Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
dpa 06.05.2017
So manche unerwünschte Pflanze ist durchaus nützlich. Sie sagt viel über den Zustand des Bodens im Garten.

Unkräuter werden in aller Regel nicht bewusst gesetzt. Keimen ihre Samen auf, hat der Boden eine bestimmte Zusammensetzung, die diesen Pflanzen gut tut. Sie sind meist auch sensibel und wenig tolerant, wenn es zu Veränderungen ihrer Lebensbedingungen kommt, erläutert das Bundeszentrum für Ernährung in Bonn. Anhand solcher Pflanzen kann der Hobbygärtner also ablesen, in welchem Zustand sein Boden ist. Viele Brennnesseln etwa deuten darauf hin, dass die Erde reich an Stickstoff ist – also prinzipiell ein guter Boden. Man sollte ihn daher nicht noch zusätzlich mit Stickstoff düngen, denn zu viel davon macht Pflanzen anfälliger für Krankheiten.

Stickstoffreicher Boden Brennnessel, Melde, Vogelmiere, Giersch, Franzosenkraut, Kletten-Labkraut, Kohl-Gänsedistel, Gartenwolfsmilch, Hirtentäschel, Persischer Ehrenpreis und Weißer Gänsefuß.

Stickstoffarmer Boden Wilde Möhre, Ackerfuchsschwanz, Mauerpfeffer, Breitblättriger Hohlzahn und Rauhaarige Wicke.

Verdichteter Boden und Staunässe Mädesüß, Acker-Schachtelhalm, Ackerminze, Huflattich, Ackerkratzdistel, Kriechender Hahnenfuß, Quecke, Gänsefingerkraut und Breitwegerich.
Saurer Boden Hundskamille, Kleiner Sauerampfer, Ackerminze, Hasenklee und Schmalblättriges Weidenröschen.

Nasser Boden Ampfer, Kohldistel und Wiesenschaumkraut.

Trockener Boden Sommer-Adonisröschen, Reiherschnabel, Mittlerer Wegerich, Kleiner Storchenschnabel und Färberkamille.

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