Manche Pflanzen möchte man jedes Jahr im Garten wissen – weil sie so schön blühen oder eine reiche Ernte bringen. Um Nachschub zu sichern, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Bei der geschlechtlichen Vermehrung müssen Blüten bestäubt werden, damit sie Samen bilden. Die ungeschlechtliche Vermehrung erfolgt ohne solche Hilfe.
Der Unterschied: „Bei der vegetativen Vermehrung durch Stecklinge oder Teilung entstehen identische Kopien einer Pflanze. Bei einer generativen Vermehrung durch Samen mischen sich die Erbanlagen und es kann Neues entstehen“, erklärt Heidi Lorey, im Bereich Pflanzenzüchtung promovierte Gartenbauwissenschaftlerin und Gartenbuchautorin.

DIY-Tipps für den Garten: So lässt sich Saatgut gewinnen

Saatgut lässt sich am einfachsten von einjährigen Sommerblumen wie Ringelblumen, Tagetes und Kornblumen sowie Hülsenfrüchten wie Bohnen und Erbsen gewinnen. Die Samenstände und Hülsen werden geerntet, wenn sie braun und eingetrocknet sind.
Eine schnelle Methode, um aus einer Pflanze viele zu machen, ist das Teilen des Wurzelstocks. Das eignet sich für die überwiegende Mehrzahl der Gartenstauden, die jedes Jahr neu austreiben und sich nach der Blühsaison im Spätherbst wieder zurückziehen.