Überschwemmung Land unter im Keller: Wie Mieter richtig reagieren

Berlin / dpa 29.07.2017
Im Zweifelsfall sollten Mieter selbst Feuerwehr oder Notdienst rufen, damit das Wasser abgepumpt wird.

Heftige Regengüsse führen oft zu nassen Kellern. Mieter sollten bei einer solchen Wetterlage selber kontrollieren, ob ihr gemieteter Kellerraum trocken geblieben ist, und bei Bedarf selbst mit der Beseitigung von Schäden beginnen.

„Der Vermieter ist in erster Linie für die Gemeinschaftsflächen verantwortlich“, erklärt Jutta Hartmann vom Deutschen Mieterbund. Steht das Wasser im Keller und der Vermieter reagiert auf die Meldung des Schadens nicht, sollte man selber aktiv werden. „Mieter haben eine Mitwirkungspflicht“, so Hartmann.

Das bedeutet auch, dass Mieter bei längerer Abwesenheit sicherheitshalber die Fenster ihrer Wohnung schließen. Tun sie das nicht, riskieren sie eine fristlose Kündigung. Das gilt zumindest dann, wenn es in dieser Zeit zu einem Wasserschaden kommt, hat das Landgericht Berlin entschieden (Az.: 65 S 268/13).

Wasserschäden werden in der Regel von der Hausrat- oder der Wohngebäudeversicherung ersetzt. Schäden durch heftige Niederschläge bezahlt aber nur eine zusätzliche Elementarschadenversicherung. Der Versicherer sollte nach dem Schaden unverzüglich informiert werden. Wer so einen Fall meldet, sollte dies per Einschreiben mit Rückschein tun. Hilfreich ist es, Fotos zu machen und eine Liste der beschädigten Gegenstände zu erstellen. Diese sollten allerdings nie ohne Zustimmung des Versicherers entsorgt werden.