Schlangen sind ganz besondere Garten-Gäste: Man muss es ihnen erst recht machen, damit sie zu Besuch kommen. Einer, der weiß, was die scheuen Diven sich wünschen, ist Moritz Franz-Gerstein von der Deutschen Wildtier Stiftung. „Schlangen nutzen gern naturnahe Gärten“, sagt er. „Wer heimischen Schlangen im Garten Lebensraum bietet, leistet einen wertvollen Beitrag für Biodiversität und Artenschutz.“

Diese Schlangenarten gibt es in Deutschland

Im Sommer stehen die Chancen, einer Schlange zu begegnen, gut. Das kann eine schwarzgefleckte Ringelnatter (Natrix n. natrix) sein, mit hellem Bauch und gelben Kopfflecken. Die eng verwandte Barren-Ringelnatter (Natrix n. helvetiva) wurde erst vor drei Jahren als eigene Art klassifiziert. Die größte der heimischen Schlangen ist die olivgrüne bis grauschwarze Äskulapnatter (Elaphe longissima), die ihre ovalen Eier in einen feuchtwarmen Kompost- oder Grashaufen legt. Die Schlingnatter (Coronella austriaca) ist eine kleine, zierliche Schlange, die häufig mit der Kreuzotter verwechselt wird.

Deshalb ist die Angst vor Schlangen unbegründet

Alle fünf der in Deutschland heimischen Natternarten sind ungiftig. Giftig sind Kreuzotter (Vipera berus) und Aspisviper (Vipera aspis). „Bisse sind aber selten und verlaufen meist glimpflich“, sagt der Schlangen-Experte. Nützlich sind die Gartenbesucherinnen auch. „Da, wo sich eine Schlange aufhält, sind weniger Mäuse und Ratten zu finden“, sagt der Artenschützer.