Wer keine Geduld mit Pflanzen hat oder schnell mal etwas selbst Gezogenes zum Kochen verwenden will, der greift zur Kresse. Diesem Würzkraut kann man quasi beim Wachsen zusehen. Hinzu kommt, dass man schon die zarten Sämlinge ernten kann. Je größer die Pflänzchen sind, umso schärfer der Geschmack. Und von der Aussaat bis zur Ernte vergeht kaum eine Woche, wenn man die Pflänzchen auf der Fensterbank anbaut. In der Regel braucht man also kein Beet für die Anzucht, aber sie ist im Sommer natürlich auch dort möglich.

Gartenkresse: Namensherkunft, Anbau, Wasserzufuhr

Im Zusammenhang mit dem scharfen Aroma steht auch die Namensgebung. „Der Name Kresse leitet sich von dem althochdeutschen Wort „cresso“ ab, das scharf bedeutet“, erklärt die Buchautorin und Gartenbau-Ingenieurin Renate Hudak aus Augsburg. Ursächlich für diese Schärfe sind Senfglycoside, die auch in verwandten Pflanzen wie Senf und Rettich vorkommen.
Wasser und Licht reichen aus, um die Samen der Kresse zum Quellen zu bringen. Dabei entsteht eine klebrige Masse, durch die sich die Samen am Untergrund verankern. Daher reicht es auch aus, die Kressesamen auf ein Küchenpapier zu geben statt in Erde.
„Auch offenporiger, gebrannter Ton sorgt für die ausreichende Wasserzufuhr“, sagt Hudak. Gerne werden daher Tonigel für die Kresseaufzucht genutzt. Aber auch im Gartenboden ist das alles möglich.