Bunte Hummel leidet unter Wohnungsnot

DPA 16.04.2016

Die Bunte Hummel leidet unter Wohnungs- und Nahrungsnot, denn immer mehr blühende Wiesen, Weiden und Wegesränder verschwinden. Noch sei die Bunte Hummel in Deutschland weit verbreitet, aber langfristig werde sie ohne Hilfe nicht überleben können.

Gartenbesitzer sollten daher wieder Wiesenblumen-Mischungen aus heimischen Wildpflanzen aussäen, vor allem auf Klee und den Gewöhnlichen Natternkopf (Echium vulgare) stehen die Bunten Hummeln. Das Wildbienen-Kataster rät außerdem zur Aussaat von Futter-Esparsette (Onobrychis viciifolia) oder Korbblütlern wie Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) oder Nickende Distel (Carduus nutans). Zudem sollten Gärtner möglichst auf chemische Düngemittel verzichten.

Das Wildbienen-Kataster hat die "flotte Biene mit schickem Pelz" zur Wildbiene des Jahres 2016 gekürt, um auf ihren bedrohten Bestand hinzuweisen. Die auch als Waldhummel bekannte Art unterscheidet sich von anderen Hummeln durch ihren ungewöhnlich hohen Summton, erklärt das Kataster.

Die Bunte Hummel trägt abwechselnd hellgelbe, orange und schwarze Steifen. Das Gesicht und die Körperseiten sind gelbgrau, das Körperende ist organe-rot.

Die Königinnen erscheinen meist Anfang bis Mitte April und bauen dann unterirdische Nester. Dafür nutzen sie teils alte Bauten von Mäusen. Ein Volk umfasst im Laufe eines Sommers rund 150 Tiere, die größtenteils im Herbst sterben. Nur die jungen Königinnen überleben, sie überwintern, bevor im Frühjahr wieder der Kreislauf von Neuem beginnt.