Sobald die Temperaturen in Deutschland im Sommer steigen, tauchen auch vermehrt Meldungen über den Ammen-Dornfinger, auch Dornfingerspinne (Cheiracanthium punctorium) genannt, auf. Laut Nabu Baden-Württemberg ist diese Spinne bereits seit den 1950er Jahren hierzulande ansässig und wurde zunächst in Brandburg gesichtet. Über die Jahre habe sich das wärmeliebende Tier, das ursprünglich aus dem Mittelmeerraum kommt, immer stärker in Deutschland ausgebreitet.

Ist der Ammen Dornfinger giftig?

Ja, der Biss der Dornfingerspinne ist giftig und schmerzhaft. Gravierende Folgen für den Menschen sind allerdings nicht bekannt.

Als einzige heimische Art in der Lage, die Haut des Menschen mit ihren Kiefern zu durchdringen. Ihr Biss mit dem Schmerz bei einem Wespenstich vergleichbar. Aber die betroffene Gliedmaße kann auch extrem anschwellen, wie der Nabu berichtet, und empfiehlt in solchen Fällen, einen Arzt aufzusuchen. Nur in Ausnahmen treten andere Symptome wie Fieber, Kreislaufversagen, Schwindel, Schüttelfrost oder Erbrechen auf. Nach spätestens zwei bis drei Tagen sollten die Symptome abgeklungen sein.

Wo lebt der Ammen Dornfinger?

Die Spinne lebt bevorzugt im hohen Gras, ist nachtaktiv und eher scheu. Sie verstecken sich tagsüber in gut sichtbare, rundum geschlossen Wohngespinsten im hohen Gras. Diese sollte man laut Nabu in keinem Fall öffnen, da die Spinne beißt, wenn sie eine Bedrohung für ihre Brut wahrnimmt.

Die Spinne lebt nur ein Jahr: Männchen von Juni bis September, Weibchen von Juli bis November. Das Männchen stirbt nach der Paarung, das Weibchen sobald ihre Brut das Brutgespinst verlassen hat.

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