Mit 12,2 Prozent Abi-Quote sei ein Höchststand seit der statistischen Erfassung erreicht. Noch im Jahr 2014 habe die Abiturienten-Quote unter den Handwerker-Azubis bei lediglich 6,9 Prozent gelegen.

„Wir sehen, dass viele Schüler nach dem Abitur genug von trockener Theorie haben. Wer seine Ideen in die Tat umsetzen und Hand anlegen möchte, ist im Handwerk richtig“, so Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm, in der Mitteilung. Die Nachwuchswerbung der Handwerkskammer setze genau dort an und gewinne die Zielgruppe mit zunehmendem Erfolg. Ziel sei eine Abi-Quote von 15 Prozent bis 2020.

Aktuell lernen insgesamt 827 Jugendliche mit Abitur ein Handwerk. Besonders angesagt sind Berufe im Bau- und Kfz-Bereich. Zimmerer finden sich neben den Mechatronikern, Schreinern und Anlagenmechanikern unter den vordersten Plätzen. Aber auch die Ausbildung zum Konditor, Augenoptiker oder Hörgeräteakustiker ist beliebt.