Bietigheim-Bissingen Handball-Bundesliga: Gemeinsam hoch und runter

Die SG BBM Bietigheim (rechts Jonathan Scholz und Patrick Rentschler) stemmte sich vergeblich gegen den Abstieg aus der Bundesliga. Auch Nikolai (am Ball) und Jonas Link (links) müssen mit dem HC Erlangen wieder absteigen.
Die SG BBM Bietigheim (rechts Jonathan Scholz und Patrick Rentschler) stemmte sich vergeblich gegen den Abstieg aus der Bundesliga. Auch Nikolai (am Ball) und Jonas Link (links) müssen mit dem HC Erlangen wieder absteigen. © Foto: Werner Kuhnle
CLAUS PFITZER 03.06.2015
Im Frühsommer 2014 sind die SG BBM Bietigheim, der HC Erlangen und die TSG Ludwigshafen-Friesenheim gemeinsam aus der Zweiten Liga in die Handball-Bundesliga aufgestiegen. Am Freitag fällt für das Trio der Vorhang auf der großen Bühne wieder.

Eine Saison lang durften die im vergangenen Jahr aufgestiegenen SG BBM Bietigheim, HC Erlangen und TSG Ludwigshafen-Friesenheim Erstligaluft schnuppern und die Auftritte gegen die deutsche Elite sowie deren gigantischen Arenen genießen. An diesem Freitag endet für dieses Trio das einjährige Gastspiel mit dem letzten Spieltag der Saison 2014/2015.

Wobei der TSG Friesenheim an diesem Mittwoch das Highlight der Saison bevorsteht mit dem Gastspiel in der benachbarten SAP-Arena in Mannheim bei den Rhein-Neckar-Löwen. Zum Saisonausklang erwarten die Frieseheimer am Freitag den TSV GWD Minden, der momentan auch auf einem Abstiegsplatz steht und diesen kaum mehr los wird.

Bei einem Sieg in Ludwigshafen kann Minden den TuS Nettelstedt-Lübbecke nach Punkten noch einholen, wenn dieser am Freitag daheim gegen den HC Erlangen verliert. Aber die Tordifferenz spricht klar für Lübbecke.

Die TSG Friesenheim könnte mit dem utopischen Fall eines Sieges bei den noch um die deutsche Meisterschaft spielenden Rhein-Neckar Löwen sowie einem Heimerfolg gegen Minden ebenfalls noch nach Punkten mit Lübbecke gleichziehen, aber niemals die 105 Treffer im Torverhältnis gutmachen. Neben den drei Aufsteigern von 2014 wird es wohl auch den Aufsteiger aus dem Jahr 2012 GWD Minden erwischen, der immerhin zwei Spielzeiten "oben" überstanden hat und den es im dritten Jahr der Erstklassigkeit wieder erwischt.

Aus der Zweiten Bundesliga haben DHJK Leipzig als Meister, der ThSV Eisenach, dem umgehend der Wiederaufstieg gelungen ist, und noch mit minimalen Restzweifeln versehen der TV Bittenfeld. Um den TVB noch von Platz drei zu verdrängen, müsste Verfolger HSG Nordhorn-Lingen am letzten Spieltag zwei Punkte und 41 Tore gutmachen. Bittenfeld spielt am Sonntag bei Tusem Essen, Nordhorn-Lingen gegen HC Empor Rostock. Den trainiert in der neuen Saison der derzeitige Friesenheimer Coach Thomas König, der damit weiterhin erstklassigen arbeiten wird.

Die vier Erstliga-Absteiger sorgen in der kommenden Saison in der Zweiten Liga für einen Hauch von Bundesliga. Nicht mehr dabei sein werden die drei Aufsteiger, der insolvente TV Großwallstadt sowie die Absteiger GSV Eintracht Baunatal, TV Hüttenberg und Eintracht Hildesheim. Neu sind die Aufsteiger Wilhelmshavener HV und TuS Ferndorf. In einer Aufstiegsrunde ermitteln HF Springe, VfL Eintracht Hagen und HC Elbflorenz einen weiteren Aufsteiger. Die Drittliga-Meister SG Leutershausen und SC Magdeburg II verzichten auf den Aufstieg.