Hall/Blacksburg Haller Stabhochspringer Torben Laidig berichtet über seinen Studienalltag in den USA

Torben Laidig, auf dem Bild im Trikot der WGL Schwäbisch Hall bei den baden-württembergischen Meisterschaften in Karlsruhe 2013, will bald wieder ins Training einsteigen. Archivfoto: Heinz Comi
Torben Laidig, auf dem Bild im Trikot der WGL Schwäbisch Hall bei den baden-württembergischen Meisterschaften in Karlsruhe 2013, will bald wieder ins Training einsteigen. Archivfoto: Heinz Comi
HARTMUT RUFFER 08.04.2015
Seit 15 Monaten studiert Torben Laidig an der Virginia Tech University in den USA. In seinem zweiten Studienjahr hat sich für den Stabhochspringer einiges verändert. Er blickt optimistisch in die Zukunft.

Im Januar 2014 flog Torben Laidig in die USA. Seither studiert er an der Virginia Tech University in Blacksburg Medizin und springt weiterhin mit dem Stab hoch. Der Athlet der WGL Hall hat sich im vergangenen Jahr um 35 Zentimeter verbessert, mit 5,45 Meter ist er der neuntbeste Stabhochspringer Deutschlands.

Noch konnte er in diesem Jahr keinen Wettkampf in den USA bestreiten - Laidig plagte sich mit einer Schambeinentzündung. Doch der 21-Jährige will spätestens in der kommenden Woche ins Training zurückkehren. "Die Reha läuft super", meldet er aus Übersee.

Das Studium verlangt einiges von ihm. Es habe "deutlich angezogen und es ist schwieriger als letztes Jahr, alles unter einem Hut zu bekommen", beschreibt Laidig seinen Alltag. Aber immer noch habe er großen Spaß an allem. Sportlich auch deshalb weil die Kommunikation mit seinem Trainer immer besser klappt: "Ich brauche meinen Trainer nur anzuschauen und weiß praktisch, was ich zu verbessern habe. Das war im ersten Semester nicht so."

Mittlerweile wohnt Laidig, der im vergangenen Jahr die Auszeichnung Freshman of the year (Neuling des Jahres) erhielt, nicht mehr am Campus der Universität, sondern in einer Wohngemeinschaft mit drei Teamkollegen nur wenige Minuten von der Uni entfernt. Auch das erleichtere den Alltag, "da unser Tagesablauf ja praktisch identisch ist".

Am meisten aber freut sich Torben Laidig, dass er in der WG nun ein eigenes Zimmer hat. Auf dem Campus teilte er sich einen Raum mit einem Kommilitonen. "Die neu gewonnene Privatsphäre genieße ich. Ich hatte bis dahin gar nicht realisiert, wie sehr ich diese vermisst habe", bekennt der Stabhochspringer.

Läuft alles nach Plan, will Laidig Ende April die ersten Wettkämpfe bestreiten. Ein Fernziel ist die U23-Europameisterschaft im estnischen Tallinn, die vom 9. bis 12. Juli stattfinden wird. Dafür aber muss Laidig bis zum 15. Juni die Norm von 5,40 Meter gesprungen sein.