London Groß fordert "totalen Neuanfang" im Schwimm-Verband

Michael Groß fordert massive Veränderungen im DSV. Foto: Marc Tirl
Michael Groß fordert massive Veränderungen im DSV. Foto: Marc Tirl
London / dpa 05.08.2012
Michael Groß reiht sich in die Gruppe der Kritiker am Führungspersonal im Deutschen Schwimm-Verband (DSV) ein.

"Schlimmer geht es nimmer. Lutz Buschkow muss als Sportdirektor zurücktreten, diesem Verband hilft nur noch ein totaler Neuanfang und ein langer Atem in Richtung 2020", sagte der dreimalige Olympiasieger der Westdeutschen Zeitung nach dem medaillenlosen Abschneiden der deutschen Beckenschwimmer bei den Olympischen Spielen in London.

Der fünffache Weltmeister glaubt nicht an die Reformfähigkeit des vorhandenen Personals. "Was der deutsche Schwimmsport braucht, ist eine Revolution." Leistungssportdirektor Lutz Buschkow und DSV- Präsidentin Christa Thiel hatten am Sonntag in London personelle Konsequenzen aber abgelehnt. Somit stellt sich für Groß "die Frage einer Mitwirkung für mich überhaupt nicht". Ähnlich hatte er dies bereits zuvor der Nachrichtenagentur dpa erklärt.

Der Inhaber einer Frankfurter Kommunikationsagentur forderte in der WZ ein völliges Umdenken: "Der Spitzensport in Deutschland kann sich nur entwickeln, wenn man ein kleines professionelles zentrales Lenkungsgremium schafft, eine Art Leistungssport GmbH, die Verantwortung trägt und zu dieser Verantwortung auch steht. Wie in der Wirtschaft." Für Michael Groß ist schon das Organigramm des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) der sichtbare Ausdruck dafür, dass der Spitzensport in Deutschland nicht funktionieren kann.

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